Wochenblatt
16.06.2012

Berlin (AFP)

EM-Aus für Gastgeber Polen nach 0:1 gegen Tschechien

Polen ist verloren, Tschechien dagegen steht als möglicher Gegner der deutschen Nationalmannschaft im EM-Viertelfinale: In einem direkten Duell um den Einzug in die K.o.-Runde unterlag Co-Gastgeber Polen dem EM-Finalisten von 1996 mit 0:1 (0:0).
Foto: © 2012 AFP Polen ist verloren
Polen ist verloren, Tschechien dagegen steht als möglicher Gegner der deutschen Nationalmannschaft im EM-Viertelfinale: In einem direkten Duell um den Einzug in die K.o.-Runde unterlag Co-Gastgeber Polen dem EM-Finalisten von 1996 mit 0:1 (0:0).

Polen ist verloren, Tschechien dagegen steht als möglicher Gegner der deutschen Nationalmannschaft im EM-Viertelfinale: In einem direkten Duell um den Einzug in die K.o.-Runde unterlag Co-Gastgeber Polen dem EM-Finalisten von 1996 mit 0:1 (0:0). Das EM-Aus kam auch für Geheimfavorit Russland: Griechenland bezwang die überhebliche Sbornaja mit 1:0 (1:0). Nun sind die Griechen als Zweiter der Gruppe A hinter Tschechien potenzieller deutscher Gegner in der ersten K.o.-Runde.

Die Tschechen beendeten durch den späten Treffer von Petr Jiracek vom VfL Wolfsburg (72.) die Gruppe A als Tabellenerster vor Griechenland. Sie treffen damit am Donnerstag in Warschau auf den Zweitplatzierten der deutschen Gruppe B. Tschechien hatte zuvor 1:4 gegen Russland verloren und danach mit 2:1 gegen Griechenland gewonnen. Polen war gegen Griechenland und Russland jeweils nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Griechenland belegte den zweiten Platz durch einen überraschenden Sieg (1:0) im zeitgleichen Spiel gegen Russland.

Da Griechenland zur Halbzeit gegen Russland führte, waren nach der Pause vor 41.480 Zuschauern in Breslau Polen und Tschechen zum Toreschießen verdammt - oder mussten auf russische Schützenhilfe hoffen. Der Druck schien jedoch beide Mannschaften zunächst zu lähmen. Die Tschechen fühlten als Erste ihre Chance, suchten sie, bekamen sie - und dann stürzte Jiracek die Gastgeber in ein Tal der Tränen.

Hatten die Polen das Tor des Startorhüters Petr Cech in den ersten 45 Minuten noch unter Dauerbeschuss genommen, kam danach nur noch wenig - zu wenig. Auch das Dortmunder Meistertrio Robert Lewandowski, Jakub Blaszczykowski und Lukasz Piszczek, in das der zweimalige WM-Dritte große Hoffnung gesetzt hatte, konnte nichts mehr ausrichten - es war sogar eine einzige Enttäuschung.

Die Russen fielen durch die erste Niederlage nach 16 Spielen auch durch den Sieg der Tschechen auf den dritten Platz zurück. Ein Remis hätte der Elf von Dick Advocaat bereits sicher zum Viertelfinaleinzug gereicht. Schütze des goldenen Tores der Griechen war Kapitän Georgios Karagounis, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach einem schweren Abwehrpatzer der Russen traf - ausgerechnet in seinem 120. Länderspiel, das ihn zum Rekordnationalspieler seines Landes machte.

55.614 Zuschauer im nicht ganz gefüllten Warschauer Nationalstadion sahen eine ebenso tempo- wie abwechslungsreiche erste Halbzeit, in der die seit 16 Spielen ungeschlagenen Russen insgesamt mehr vom Spiel hatten. Griechenland zeigte in der von Stürmer Theofanis Gekas als "wichtigstes Spiel seit zwei Jahren" bezeichneten Begegnung eine kampfstarke Leistung, setzte mit Kontern immer wieder Nadelstiche und lieferte den Russen lange ein Duell auf Augenhöhe.

Autor: Berlin (AFP)

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