11.05.2012 Schweiz

Seltsame Tiersichtungen in Solothurn:

Die Schweiz macht Jagd auf einen Schwarzen Panther

Schwarzer Panther
Foto: Qilinmon/Wikipedia/GNU Free Documentation License
Der Panther ist los – und die Solothurner sind in heller Aufregung. Hier nämlich wurde in den vergangenen Wochen fünfmal ein "etwa 50 Zentimeter hohes Tier mit schwarzem Fell und langem Schwanz" gesehen, schreibt die Welt online. Nach Braunbär M13 nun also das nächste wilde Tier in der Schweiz.

Braunbär M13 hatte die Schweizer in Atem gehalten, der junge Braunbär war von Graubünden nach Tirol gewandert, hatte die Polizei zum Leichnam eines Mordopfers geführt und außerdem den Zusammenstoß mit einem Zug überlebt. Und nun sorgt ein Raubtier für Unruhe: Ein schwarzer Panther wurde gesichtet – oder auch ein Rottweiler, denn der wäre grade in der Region ausgebüchst. Ein Revierförster aber schwört Stein und Bein, dass es sich bei dem Tier nicht um einen Hund, sondern um eine Raubkatze gehandelt hat, und der müsste es eigentlich wissen. Zu "99 Prozent" sei er sich sicher, dass es sich um einen Panther gehandelt hat. Bei der Polizei will man ihm das noch nicht so recht glauben und spricht deshalb von einem "unbekannten Tier".

 

Die von der Kantonspolizei aufgestellten Fotofallen hätten bisher noch kein Foto des Tieres geliefert, so die Sprecherin Melanie Schmid gegenüber Welt online. Auch in den Kastenfallen, die mit Ködern – totgefahrene Rehe – bestückt worden sind, hat sich bisher kein Panther fangen lassen. Die Polizei rechnet momentan nicht mit einer Gefahr für die Bevölkerung. "Wir schätzen das Tier als sehr scheu ein", man halte es deshalb nicht für notwendig, spezielle Verhaltensregeln zu empfehlen oder gar Warnschilder aufzustellen, so Schmid.

 

Sollte das Tier doch noch auftauchen und gefangen werden, müsse es auf jeden Fall "entfernt" werden, denn nichteinheimische Tiere haben in Schweizer Wälder laut Bundesjagdgesetz nichts zu suchen. Vermisst wird der angebliche Panther nirgends, alle Zoos und in Frage kommende Zirkusse haben einen vollständigen Tierbestand. Nun kommen nur noch Privatpersonen in Frage, die ein solches Tier halten – eventuell kommt das Tier auch aus Deutschland.

Autor: Ursula Hildebrand

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