13.09.2017 München

Routiniert und professionell

Die Münchner Polizei bereitet sich intensiv auf das 184. Oktoberfest vor

Oktoberfest
Foto: Nagy / Presseamt München
Das 184. Münchner Oktoberfest findet in diesem Jahr von Samstag, 16. September, bis einschließlich Dienstag, 3. Oktober, statt. Zeitgleich treffen seit nunmehr 2010 auf der "Oidn Wiesn" im Südteil der Theresienwiese Volksfest-Tradition, bayerisches Brauchtum und Münchner Gastlichkeit aufeinander.

Sowohl bei der Stadt München als auch beim Polizeipräsidium München bereitet man sich routiniert und professionell auf diese Veranstaltungen vor.

 

Sicherheitskonzept des Veranstalters

In enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden hat der Veranstalter in den vergangenen Wochen und Monaten ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Besucherinnen und Besucher Rechnung trägt und die Sicherheit auf der Festwiese nochmals erhöht. Das Polizeipräsidium München hat seine Expertise in dieses Sicherheitskonzept mit eingebracht.

 

Umsetzung des Sicherheitskonzepts

Für die Umsetzung des Sicherheitskonzepts auf dem Festgelände (inkl. Einlasskontrollen) zeichnet in erster Linie der Veranstalter mit dem beauftragten Sicherheitsdienst verantwortlich. Die Polizei ist an den Eingängen präsent. Sie wird zu ihrem gesetzlichen und allgemeinen Schutz- und Strafverfolgungsauftrag bei Bedarf die Einlasskontrollen unterstützen.

 

Einsatzkonzept der Polizei

Die Münchner Polizei hat ihr (über Jahre) bewährtes Einsatzkonzept in den vergangenen Monaten fortgeschrieben und weiterentwickelt. Das Einsatzkonzept beginnt zeitlich und räumlich nicht erst am Einlass zur Festwiese, sondern beinhaltet viele weitere Maßnahmen bis hin zum internationalen Informationsaustausch.

 

Keine Hinweise auf Gefährdung 

Ungeachtet dessen bleibt festzuhalten, dass für die Sicherheitslage des Oktoberfestes weiterhin eine hohe abstrakte Gefährdung besteht. Konkrete Gefährdungshinweise liegen uns nicht vor. Mit diesem Zustand einer "latenten" Gefahr müssen wir bereits seit geraumer Zeit umgehen.

 

Anzahl der eingesetzten Beamten

Rund 600 Beamtinnen und Beamte verrichten wie letztes Jahr auf dem Festgelände und der näheren Umgebung Dienst. Polizeiliche Maßnahmen greifen dabei nicht nur auf der Theresienwiese selbst, sondern auch im Umfeld sowie im gesamten Stadtgebiet. An den Zugängen, auf dem Festgelände selbst, aber auch im Umfeld um die Theresienwiese führt die Polizei in Verdachtsfällen selektive Personenkontrollen mit uniformierten wie auch zivilen Polizeikräften durch. Zusätzlich werden an den Wochenenden so genannte Informationsbeamte eingesetzt, die insbesondere an den größeren Eingängen dabei helfen sollen, die Besucherströme zu kanalisieren.

 

Videoüberwachung

Zur optimalen Einsatzsteuerung und als wertvolles Hilfsmittel zum Erkennen und Bekämpfen von Straftaten werden in diesem Jahr 37 Videokameras auf dem Festgelände installiert. Die eingesetzte Videotechnik wurde in den vergangenen Wochen optimiert.

 

Einsatzunterstützung

Auch in diesem Jahr wird die Münchner Polizei von außerbayerischen Polizeibeamtinnen und -beamten unterstützt.

 

Taschendiebstahl

Große Volksfeste ziehen leider auch immer ungebetene Gäste an. In den vergangenen Jahren konnten die Fallzahlen von Taschendiebstählen deutlich reduziert werden. Um diese erfreuliche Entwicklung beizubehalten, wird das entwickelte Wiesn-Konzept unserer Taschendiebfahnder auch in diesem Jahr fortgesetzt.

 

Der beste Schutz ist Prävention! Die Polizei appelliert aus diesem Grund an Sie: Verständigen Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen die Polizei über den Notruf 110 oder Einsatz- bzw. Ordnungskräfte in Ihrer Nähe! Tragen Sie Ihre Wertsachen in verschiedenen verschlossenen Innentaschen am Körper! Verwahren Sie Geld- und Wertsachen – auch Handys – nicht in den Außentaschen! Behalten Sie Ihre Handtasche immer im Auge!

 

Zur Bekämpfung des Taschendiebstahls werden zusätzlich zu unseren Fachleuten insgesamt 25 Spezialisten aus Ungarn, der Schweiz, den Niederlanden, Österreich, Spanien, Hamburg, Berlin, Köln und Frankfurt eingesetzt. Neben diesen Zivilfahndern freuen wir uns darüber, dass auch wieder uniformierte Polizeibeamte aus Frankreich und aus Italien auf dem Oktoberfest eingesetzt werden können.

 

Überflugverbot

Für das Oktoberfest 2017 wurde durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vom 16. September bis zum 3. Oktober täglich von 8 bis 1.30 Uhr ein Flugbeschränkungsgebiet sowie ein Gebiet mit Funkkommunikations-pflicht, mit einem Durchmesser von 33 Kilometern verfügt. Das Flugbeschränkungsgebiet umfasst einen Bereich von rund 5,5 Kilometern Radius um das Wiesn-Gelände. Mit der Luftraumüber-wachung ist die Polizei-Hubschrauber Staffel Bayern beauftragt. Das Flugverbot gilt ausdrücklich auch für Drohnen aller Größen und unabhängig vom Einsatzzweck.

 

Blaue Uniform

Alle auf dem Festgelände eingesetzten Beamten tragen nunmehr die blaue Uniform. Seit Jahresbeginn 2017 werden die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums München nach und nach mit der blauen Uniform ausgestattet. "Wir freuen uns ganz besonders den Besuchern des Oktoberfestes die Münchner Polizei im 'neuen Look' zu präsentieren", so die Polizei..

 

Body-Cam

Aufgrund der gestiegenen gewalttätigen Übergriffe gegenüber den Einsatzkräften auf dem Oktoberfest wurde entschieden, erstmals in diesem Jahr auch bei ausgewählten Streifen auf dem Festgelände Body-Cams einzusetzen. Im Rahmen des Pilotprojektes zur Einführung von Body-Cams bei der Bayerischen Polizei, wo dieses Einsatzmittel seit dem 2. November 2016 in drei Bayerischen Städten (München, Augsburg und Rosenheim) getestet wird, sollen damit auch weitere Erkenntnisse für Einsätze bei Großveranstaltungen gesammelt werden. Im Bedarfsfall ist der Einsatz der Body-Cam auf dem gesamten Festgelände, sowohl im Außenbereich als auch in den Festzelten, möglich. Durch die deutliche Erkennbarkeit einer möglichen Videoüberwachung erhofft man sich eine höhere Hemmschwelle beim mutmaßlich gewalttätigen Gegenüber.

 

Verkehrssperren

Die Verkehrsmaßnahmen der letzten Jahre haben sich bewährt und werden insbesondere durch die Herausnahme des Fahrzeugverkehrs in Bereich Bavariaring/Theresienhöhe, Beibehaltung der Parklizenz-gebiete – konsequente Ahndung und Abschleppung Unberechtigter, Unterbinden des Abstellens von Wohnmobilen und den Sperring für Busse mit entsprechender Sperrbeschilderung, auch in diesem Jahr zum Tragen kommen. Die Landeshauptstadt München hat die notwendigen verkehrsrechtlichen Anordnungen für drei Sperrringe um die Theresienwiese erlassen.

 

Die Hochsicherheitspoller am Rand des Festgeländes kommen erneut zum Einsatz. Weiter werden Verschwenkungen sowie Pflanzenkübel aufgestellt, um den Verkehr zu verlangsamen bzw. aus dem mittleren Sperrring fernzuhalten. Die Einfahrt in den mittleren Sperrring wird nur bei einem berechtigten Interesse, z.B. Anwohner, zugelassen. Am mittleren Sperrring erfolgen Vorkontrollen.

 

Sperrringe

Das Kreisverwaltungsreferat hat eine umfangreiche Informationsbroschüre erstellt, die auch im Internet abgerufen werden kann:
www.oktoberfest.de. Die Kontrollen an den Zufahrten zu den Sperrringen werden von der Polizei durchgeführt.

 

Sperren und Haltverbote am 16. und 17. September

Zum Einzug der Wiesnwirte am Samstag, 16. September, sowie dem traditionellen Trachten- und Schützenumzug am 17. September kommt es im Bereich der Innenstadt zu Einschränkungen im Verkehrsraum durch Sperren und Park- bzw. Haltverbotszonen. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden konsequent abgeschleppt!

 

Parallelveranstaltungen

Neben der Bundestagswahl am 24. September finden während des Oktoberfestes auch zwei Bundesligaspiele des FC Bayern in der Allianz Arena statt (16. September, 15.30 Uhr, und 22. September, 20.30 Uhr).

 

Anreise zum Oktoberfest

Parkmöglichkeiten im Umfeld der Wiesn für Kraftfahrzeuge sind nicht vorhanden. Wir empfehlen allen Verkehrsteilnehmern, den gesamten Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren. Für die Anreise zur Festwiese steht eine Vielzahl an öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung. Um den Fahrgastandrang am U-Bahnhof Theresienwiese zu entzerren, empfehlen wir auch eine Anreise über die U-Bahnhöfe Goetheplatz oder Poccistraße (U3, U6) bzw. Schwanthalerhöhe (U4, U5) in Erwägung zu ziehen. Vom S-Bahnhof Hackerbrücke (alle S-Bahnen) und dem U-Bahnhof Sendlinger Tor (U1, U2, U3, U6, U7, U8) ist die Festwiese in rund zehn Minuten zu Fuß zu erreichen.

 

Alkoholkontrollen

Im gesamten Stadtgebiet und in den umliegenden Landkreisen werden verstärkt Alkoholkontrollen durchgeführt - bei Kraftfahrzeugführern ebenso wie bei Fahrradfahrern. Informationen für Verkehrsteilnehmer haben wir auf unserer Internetseite aufbereitet: www.polizei.bayern.de

 

Betretungsverbote

Wie in den vergangenen Jahren hat die Polizei auch in diesem Jahr mehrere Betretungsverbote bei der Landeshauptstadt beantragt gegen Personen, die in der Vergangenheit durch Körperverletzungs-delikte oder Taschendiebstähle aufgefallen sind.

 

Facebook und Twitter

Die Münchner Polizei ist auch während der Wiesn in den sozialen Netzwerken aktiv. Die Polizei informiert über aktuelle Themen rund um das Oktoberfest sowie über besondere Polizeieinsätze auf dem Festgelände (und das nicht nur im Gefahrenfall) unter www.facebook.com/polizeimuenchen und www.twitter.com/polizeimuenchen.

 

Wiesn-Wachleiter

Die Leitung der Wiesnwache übernimmt in diesem Jahr wieder Herr Polizeioberrat Christian Wittstadt. 

Autor: Pressemitteilung

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