Wochenblatt
18.06.2012

Montréal (AFP)

Deutschland liefert mutmaßlichen Mörder Magnotta aus

Deutschland hat den mutmaßlichen Mörder Luka Rocco Magnotta an Kanada ausgeliefert. Anfang Juni war er in einem Berliner Internetcafé erkannt und von der Polizei festgenommen worden.
Foto: © 2012 AFP Magnotta wurde ausgeliefert
Deutschland hat den mutmaßlichen Mörder Luka Rocco Magnotta an Kanada ausgeliefert. Anfang Juni war er in einem Berliner Internetcafé erkannt und von der Polizei festgenommen worden.

Deutschland hat den mutmaßlichen Mörder Luka Rocco Magnotta an Kanada ausgeliefert. Der 29-Jährige, der in Montréal einen chinesischen Studenten zerstückelt haben soll, habe Deutschland an Bord einer Militärmaschine nach Kanada verlassen, teilte das kanadische Justizministerium mit. Justizminister Rob Nicholson sagte, Polizei, Justiz und Regierung hätten eng mit den deutschen Behörden zusammengearbeitet, um rasch die Auslieferung zu erreichen. In Paris löste sich derweil das Rätsel um Leichenteile, die in den vergangenen Tagen im Wald von Vincennes bei Paris gefunden wurden.

Der Pornodarsteller und Prostituierter Magnotta wird verdächtigt, Ende Mai in Montréal einen 33-jährigen Chinesen mit einem Eispickel getötet und die Leiche zerstückelt zu haben. Mehrere Leichenteile des Opfers soll er an politische Parteien in Ottawa sowie zwei Schulen in Vancouver geschickt haben. Magnotta war zunächst aus Kanada nach Frankreich geflohen und von dort mit einem Bus nach Berlin gereist. Anfang Juni war er in einem Berliner Internetcafé erkannt und von der Polizei festgenommen worden.

In Paris stellte sich ein chinesisches Paar und gab an, ein anderes chinesisches Paar getötet und zerstückelt zu haben, wie aus Polizeikreisen verlautete. Vor zehn Tagen hatten zwei Joggerinnen im Wald von Vincennes im Osten der französischen Hauptstadt ein abgetrenntes Bein gefunden. Am Freitag entdeckte ein Blindenhund in der Nähe einen Rumpf ohne Beine und Kopf. Am Sonntagabend folgte dann der Fund eines zweiten Rumpfes.

Bei den Überresten handelt es sich um einen Mann und eine Frau, die zunächst nicht identifiziert werden konnten. Das chinesische Paar stellte sich bereits am Samstag. Der Mann und die Frau wollen das andere Paar getötet haben, nachdem dessen Kind starb, als sie gerade darauf aufpassten. Die beiden Paare hätten sich vor der Bluttat über das Verschwinden des Kindes gestritten, das die mutmaßlichen Täter in einem Müllsack versteckten. Die Polizei versucht nun, die Angaben der beiden Chinesen zu überprüfen.

Nach dem Fund des abgetrennten Fußes hatte in Paris die Angst geherrscht, dass Magnotta bei seinem Aufenthalt in der französischen Hauptstadt die Tat begangen haben könnte.

Autor: Montréal (AFP)

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