Wochenblatt
31.05.2012

Leipzig (AFP)

Deutschland gewinnt gegen Israel mit 2:0

Erfolgreichen EM-Generalprobe für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft -und denoch wurden die Zweifel genährt: In einem durchwachsenen Auftritt besiegte die DFB-Auswahl Israel mit 2:0
Foto: © 2012 AFP Kampf ums Leder
Erfolgreichen EM-Generalprobe für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft -und denoch wurden die Zweifel genährt: In einem durchwachsenen Auftritt besiegte die DFB-Auswahl Israel mit 2:0

Erfolgreichen EM-Generalprobe für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft -und denoch wurden die Zweifel genährt: In einem durchwachsenen Auftritt besiegte die DFB-Auswahl Israel mit 2:0. Obwohl sieben Profis von Bayern München in die Startformation zurückgekehrt waren, offenbarte die weitgehend ideenlos spielende Mannschaft gegen den Weltranglisten-58. zahlreiche Unzulänglichkeiten - diesmal vor allem in der Offensive.

Torjäger Mario Gomez (40.) erzielte bei Dauerregen die Führung des Teams von Bundestrainer Joachim Löw, der in den ausstehenden Tagen bis zum ersten Spiel bei der Endrunde in Polen und der Ukraine am 9. Juni in Lwiw gegen Portugal noch alle Hände voll zu tun hat. Der eingewechselte André Schürrle sorgte in der 82. Minute mit einem herrlichen Treffer für den Endstand. Der Sieg gegen Israel war der vierte im vierten Duell.

Schon am vergangenen Samstag hatte der WM-Dritte ohne die Bayern-Profis, die als Folge der bitteren Niederlage im Finale der Champions League gegen den FC Chelsea erst am Montag in die EM-Vorbereitung eingestiegen waren, beim 3:5 in der Schweiz eine ganz schwache Vorstellung abgeliefert. Vor allem die haarsträubenden Fehler in der Defensive hatten große Besorgnis ausgelöst.

Vor 43.241 Zuschauern in Leipzig lief die deutsche Mannschaft ohne Bastian Schweinsteiger auf. Der Münchner Mittelfeldchef leidet nach wie vor an einer Wadenverletzung, die er im Chelsea-Spiel erlitten hat. Obwohl Löw darauf baut, dass der 27-Jährige rechtzeitig zur EM wieder fit wird, steht hinter seiner Leistungsfähigkeit ein Fragezeichen. Schließlich war Schweinsteiger, der durch seinen Klubkollegen Toni Kroos ersetzt wurde, schon zuletzt als Folge einer langen Verletzungspause seiner Topform hinterhergelaufen.

Das Fehlen von Schweinsteiger war allerdings sicher nicht der Grund für die durchwachsene Anfangsphase. Die Deutschen erarbeiteten sich zwar eine klare Feldüberlegenheit, die behäbige Spielweise stellte die vielbeinige Abwehr der extrem defensiv eingestellten Israelis aber zunächst vor keine Probleme.

Bei der deutschen Auswahl kam Kapitän Philipp Lahm wie angekündigt auf der linken Abwehrseite zum Einsatz. Ob das auch bei der EM so sein wird, ist allerdings noch offen. Der Außenverteidiger könnte auch auf der rechten Seite spielen. Die Entscheidung darüber soll laut Löw erst in der kommenden Woche fallen. Offensiv-Allzweckwaffe Marco Reus saß an seinem 23. Geburtstag zunächst auf der Ersatzbank, er kam in der 83. Minute für Thomas Müller aufs Feld.

Reus sah zunächst von der Bank aus in der 15. Minute die erste kleine Chance durch einen Schuss von Kroos. Drei Minuten später sorgte Torjäger Gomez für ein wenig Gefahr. Kurz darauf traf Außenverteidiger Jerome Boateng den Pfosten (19.). In dieser Phase wurde das deutsche Spiel etwas besser, die Durschlagskraft im Sturm ließen der ideenlose Spielmacher Mesut Özil und Co. aber weiter vermissen.

Nach einer knappen halben Stunde hatte Löw genug gesehen und beorderte drei seiner Reservisten zum Aufwärmen. Den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden die Schützlinge des Bundestrainers aber nicht, nach 33 Minuten hallten die ersten Pfiffe durch das Stadion. Daran änderte auch die Chance von Gomez (34.) nichts. Sechs Minuten später hämmerte der Münchner allerdings einen Pass von Sami Khedira zum Führungstreffer unter die Latte.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts agierten die Gastgeber lethargisch. Der eingewechselte Gil Vermouth vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern hätte das fast bestraft. Torhüter Manuel Neuer war aber zu Stelle (55.). Auf der Gegenseite vergab kurz darauf Özil (56.), dann zweimal Lukas Podolski (59./64) und André Schürrle (74.), der sich kurz danach mit seinem siebten Tor im 14. Länderspiel für die Einwechslung bedankte

Autor: Leipzig (AFP)

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