Wochenblatt
05.07.2012

Shanghai (AFP)

China legt strategische Reserve seltener Erden an

China legt eine strategische Reserve seltener Erden an. Der Staat habe begonnen, diese wichtigen Rohstoffe zu kaufen und einzulagern, berichtete die staatliche Zeitung "China Securities Journal". Als seltene Erden werden 17 chemische Elemente bezeichnet, die für die Industrie wertvolle Eigenschaften besitzen. (Archivbild)
Foto: © 2012 AFP Seltene Erden in China
China legt eine strategische Reserve seltener Erden an. Der Staat habe begonnen, diese wichtigen Rohstoffe zu kaufen und einzulagern, berichtete die staatliche Zeitung "China Securities Journal".

China legt eine strategische Reserve seltener Erden an. Der Staat habe begonnen, diese wichtigen Rohstoffe zu kaufen und einzulagern, berichtete die staatliche Zeitung "China Securities Journal". Unklar blieb dabei, wann genau die Volksrepublik mit dem Aufkauf begann. Als Grund nannte die Zeitung aber die derzeit vergleichsweise niedrigen Preise und das Ziel, für Zeiten einer möglichen Knappheit seltener Erden vorzubeugen. China hatte den Aufbau einer strategischen Reserve bereits angekündigt, die Umsetzung des Vorhabens aber noch nicht verkündet.

Als seltene Erden werden 17 chemische Elemente bezeichnet, die für die Industrie wertvolle Eigenschaften besitzen. Sie werden etwa benötigt, um Computer, Mobiltelefone, Batterien oder Flachbildschirme zu fertigen. Sie kommen auch in Windanlagen, Raketen, Elektroautos und vielen weiteren Gütern zum Einsatz. Bisher entfallen mehr als 90 Prozent der weltweiten Förderung auf China, das damit ein Quasi-Monopol besitzt.

Die Volksrepublik hatte vor einiger Zeit begonnen, den Abbau und den Export der wichtigen Rohstoffe einzuschränken. Das Land begründete dies mit Umweltschutz und dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung. Viele Abnehmer, darunter Deutschland, werfen China allerdings vor, damit sein Monopol auszunutzen. Die Europäische Union, die USA und Japan hatten daher kürzlich bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf die Einrichtung eines Schiedsgerichtes beantragt, das über die Exportbeschränkungen entscheiden soll.

Autor: Shanghai (AFP)

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