11.01.2017

Coburg (AFP)

Briefe mit verdächtigem Pulver in mehreren Gerichten womöglich schlechter Scherz

Briefumschläge mit einem in den meisten Fällen zunächst nicht identifizierten weißen Pulver haben in mehreren Gerichten in Deutschland für Polizeieinsätze gesorgt. Womöglich handelte es sich jedoch nur um einen schlechten Scherz - mit Puderzucker.
Foto: © 2017 AFP Briefe mit verdächtigem Pulver an Gerichte verschickt
Briefumschläge mit einem in den meisten Fällen zunächst nicht identifizierten weißen Pulver haben in mehreren Gerichten in Deutschland für Polizeieinsätze gesorgt. Womöglich handelte es sich jedoch nur um einen schlechten Scherz - mit Puderzucker.

Briefumschläge mit einem in den meisten Fällen zunächst nicht identifizierten weißen Pulver haben am Mittwoch in mehreren Gerichten in Deutschland für Polizeieinsätze gesorgt. In Gera, Ludwigslust, Chemnitz, Coburg und Eisleben entdeckten Mitarbeiter in den Poststellen der jeweiligen Justizgebäude die Briefe mit dem Pulver und alarmierten die Polizei. Womöglich handelte es sich nur um einen schlechten Scherz - in Eisleben wurde das Pulver als Puderzucker identifiziert.

In Eisleben in Sachsen-Anhalt rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz mit 18 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften, dazu einem mobilen Labor und weiteren Kräften an, nachdem der verdächtige Brief aufgefallen war. Wie die Polizei mitteilte, blieben medizinische Untersuchungen ohne Befunde, auch Radioaktivität und Kampfmittel seien nicht in dem Brief nachgewiesen worden. Das mobile Feuerwehrlabor habe die verdächtige Substanz dann "mit großer Wahrscheinlichkeit" als Puderzucker identifiziert.

Aus den ebenfalls betroffenen weiteren Gerichten gab es zunächst keine Identifikation des Pulvers. Überall wurden größere Einsätze von Polizei und Feuerwehr gefahren. In Gera in Thüringen wurden zwei Mitarbeiter der dortigen Poststelle vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, weil sie mit der Substanz in Kontakt gekommen waren. Die Feuerwehr transportierte den verdächtigen Brief in ein Labor, mit einem Untersuchungsergebnis sei aber frühestens in zwei Tagen zu rechnen, sagte eine Polizeisprecherin in Gera.

In Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern kamen Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz, in Coburg wurde die Poststelle des Justizgebäudes durchsucht. Die Mitarbeiter wurden ärztlich untersucht, sie waren aber alle unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Nach einem vergleichbaren Fund in Chemnitz nahm die Kriminalpolizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten auf. Auch in den anderen Städten wurden Verfahren eingeleitet.

Autor: Coburg (AFP)

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