10.08.2012

Saint-Didier-sous-Aubenas (AFP)

Angst vor Serienvergewaltiger in Frankreich

Unter Camping-Urlaubern in Südfrankreich geht die Angst vor einem Serienvergewaltiger um: Nach der Vergewaltigung einer Elfjährigen auf einem Campingplatz in Saint-Didier-sous-Aubenas an der Ardèche sucht die Polizei nach einem Mann, der womöglich weitere Taten begangen hat.
Foto: © 2012 AFP Auf diesem Campingplatz wurde ein Mädchen vergewaltigt
Unter Camping-Urlaubern in Südfrankreich geht die Angst vor einem Serienvergewaltiger um: Nach der Vergewaltigung einer Elfjährigen auf einem Campingplatz an der Ardèche sucht die Polizei nach einem Mann, der womöglich weitere Taten begangen hat.

Unter Camping-Urlaubern in Südfrankreich geht die Angst vor einem Serienvergewaltiger um: Nach der Vergewaltigung einer Elfjährigen auf einem Campingplatz im Département Ardèche sucht die Polizei nach einem Mann, der möglicherweise noch weitere Taten begangen hat, wie die örtliche Polizei mitteilte. Seit Ende Juni wurden laut Medienberichten sieben Mädchen in der Region überfallen.

Die jüngste Tat ereignete sich in der Nacht zum Mittwoch auf einem Campingplatz in Saint-Didier-sous-Aubenas. Dort wurde ein elfjähriges Mädchen in seinem Zelt vergewaltigt, wie der zuständige stellvertretende Staatsanwalt Franck Alzingre bei einer Pressekonferenz sagte. Eine medizinische Untersuchung habe dies bestätigt.

Alzingre zufolge drang der Mann in das Zelt zweier Mädchen ein und vergewaltigte eines von ihnen. Wegen der Schreie der Mädchen sei er geflüchtet und unerkannt geblieben. Aufgrund einer Beschreibung der Mädchen wurde ein Phantombild des mutmaßlichen Täters angefertigt und in ganz Frankreich verteilt.

Für die anderen mutmaßlichen Übergriffe gibt es Alzingre zufolge bislang keine Beweise. "Es gibt derzeit keine Verbindung zu den anderen Fällen", sagte der Beamte. Weitere Einzelheiten zu den Fällen wollte er nicht nennen. Es werde jedoch jeder Spur nachgegangen. Insgesamt 50 Beamte seien auf den Fall angesetzt, zudem stehe eine Hundestaffel zur Verfügung.

Die Zeitung "Le Parisien" hatte berichtet, dass in der Ardèche-Region seit Ende Juni sieben Mädchen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren auf Campingplätzen Opfer von Übergriffen geworden seien, eines davon stammte demnach aus den Niederlanden. Die Besitzer von Campingplätzen wurden angewiesen, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen.

Die bergige Gegend zwischen Lyon und Avignon mit ihren Schluchten, Tälern und einem Naturpark ist bei Urlaubern sehr beliebt. Die Chefin des regionalen Campingverbands, Christine Blanc, rief angesichts der Situation zur Zurückhaltung auf. "Für uns ist die Theorie eines Serienvergewaltigers im Moment noch ein Gerücht", sagte Blanc.

Die Betreiberin des Campingplatzes in Saint-Didier-sous-Aubenas bestätigte die Vergewaltigung der Elfjährigen, wollte aber keine weiteren Auskünfte geben. Andere Campingplatzbetreiber erklärten auf Nachfrage, die Sicherheitsvorkehrungen erhöht zu haben. Dazu zählen demnach Nachtwächter, außerdem sollen die Camper Armbänder tragen, damit registrierte Gäste leichter identifiziert werden können. Eltern wurden angewiesen, stärker auf ihre Kinder zu achten, aber nicht in Panik zu verfallen.

Autor: Saint-Didier-sous-Aubenas (AFP)

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