Wochenblatt
20.07.2012

Aurora (AFP)

Amoklauf bei "Batman"-Premiere schockiert die USA

Ein Amoklauf während einer Filmpremiere mit zwölf Toten im US-Bundesstaat Colorado hat in den USA für Entsetzen gesorgt. Der Angreifer drang in der Nacht während einer Vorführung des neuesten "Batman"-Films in ein Kino in der Stadt Aurora nahe Denver ein und eröffnete das Feuer, wie die Polizei mitteilte. US-Präsident Barack Obama zeigte sich schockiert, der Präsidentschaftswahlkampf wurde vorläufig auf Eis gelegt.
Foto: © 2012 AFP Amoklauf bei "Batman"-Premiere schockiert die USA
Ein Amoklauf während einer Filmpremiere mit zwölf Toten und 59 Verletzten im US-Bundesstaat Colorado hat in den USA für Entsetzen gesorgt. US-Präsident Barack Obama zeigte sich schockiert, der Präsidentschaftswahlkampf wurde vorläufig auf Eis gelegt.

Ein Amoklauf während einer Filmpremiere mit zwölf Toten und 59 Verletzten im US-Bundesstaat Colorado hat in den USA für Entsetzen gesorgt. Der Angreifer drang in der Nacht während einer Vorführung des neuesten "Batman"-Films in ein Kino in der Stadt Aurora nahe Denver ein und eröffnete das Feuer, wie die Polizei mitteilte. US-Präsident Barack Obama zeigte sich schockiert, der Präsidentschaftswahlkampf wurde vorläufig auf Eis gelegt.

Nach Angaben der Polizei setzte der 24 Jahre alte Angreifer drei Schusswaffen ein, außerdem trug er eine Schutzweste und eine Gasmaske, als er das vollbesetzte Kino stürmte. Dem Polizeichef von Aurora, Dan Oates, zufolge warf der Amokläufer zunächst eine Tränengas-Granate oder Rauchbombe, dann eröffnete er das Feuer.

Unter den hunderten Zuschauern des Films "The Dark Knight Rises" brach Panik aus. "Die Leute fingen an, aus dem Kinosaal zu rennen, es gab Schüsse, als die Polizisten eintrafen und schrien: 'Runter mit Euch'", sagte Benjamin Fernandez der Zeitung "Denver Post".

Laut Polizei wurde der Verdächtige auf einem Parkplatz hinter dem Kino festgenommen; er habe keinen Widerstand geleistet. Medienberichte über einen möglichen zweiten Angreifer wies die Polizei zurück. Nach Angaben des Weißen Hauses gibt es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat.

Der Gouverneur von Colorado, John Hickenlooper, sagte, bei dem Amoklauf handle es sich um die Tat eines "verwirrten Geistes". Medienberichten zufolge studierte der junge Mann Neurowissenschaften an der Universität Colorado, war aber gerade dabei, das Studium abzubrechen. Der Polizei fiel er bislang lediglich einmal wegen überhöhter Geschwindigkeit auf.

In seiner Wohnung hatte der Amokläufer "ausgefeilte" Sprengfallen ausgelegt, wie Polizeichef Oates sagte. Es könne Tage dauern, alle zu entschärfen.

In vielen US-Kinos wurde der neue "Batman"-Film in Spezialvorführungen zur Premiere um Mitternacht gezeigt. Kinos in New York verschärften nach dem Amoklauf ihre Sicherheitsvorkehrungen. Die für Freitagabend vorgesehene "Batman"-Premiere auf der Champs-Élysées in Paris in Anwesenheit von Hauptdarsteller Christian Bale wurde abgesagt.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich "schockiert" über den Amoklauf. Er unterbrach seine Wahlkampftour und kehrte nach Washington zurück. Das Blutbad sei "sinnlos" und "böse", sagte er. In der Trauer um die Opfer seien alle Bürger als "eine amerikanische Familie vereint". Auch sein designierter Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen im November, Mitt Romney, sagte Wahlkampfauftritte ab.

Beide Politiker verzichten zudem vorerst darauf, in Colorado Wahlkampfspots zu senden. Obama ordnete an, als Zeichen der Trauer die US-Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden, diplomatischen Vertretungen und Armeestützpunkten bis zum Abend des 25. Juli auf Halbmast zu setzen.

Autor: Aurora (AFP)

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