11.08.2012

Teheran (AFP)

180 Tote und 1300 Verletzte durch Erdbeben im Iran

Im Nordwesten des Iran hat sich ein schweres Erdbeben der Stärke 6,2 ereignet. Durch die Erdstöße starben laut Katastrophenschutz mindestens 180 Menschen, weitere 1300 wurden verletzt.
Foto: © 2012 AFP Beben im Iran
Im Nordwesten des Iran hat sich ein schweres Erdbeben der Stärke 6,2 ereignet. Durch die Erdstöße starben laut Katastrophenschutz mindestens 180 Menschen, weitere 1300 wurden verletzt.

Die Zahl der Opfer der schweren Erdbeben im Iran ist weiter stark gestiegen: Das Katastrophenschutz teilte mit, dass inzwischen 180 Tote zu beklagen seien, zudem gebe es 1300 Verletzte. Die jüngsten Angaben stammen vom Leiter des Katastrophenschutzzentrums in Ost-Aserbaidschan, Chalil Saje. Zuvor hatte das Innenministerium in Teheran von 153 Toten und 700 Verletzten gesprochen.

Dem seismologischen Institut der Universität Teheran zufolge hatte das Hauptbeben, das sich um 14.23 Uhr MESZ ereignete, eine Stärke von 6,2. Das Epizentrum des Erdbebens lag den Angaben zufolge etwa 60 Kilometer von Täbris entfernt. Nur elf Minuten nach dem ersten Beben ereignete sich demnach ein Nachbeben mit einer Stärke von 6,0. Das Erdbebengebiet ist rund 190 Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt, die Distanz zu den Grenzen Armeniens und Aserbaidschans beträgt 90 Kilometer.

Unter den 1,5 Millionen Einwohnern der Stadt Täbris brach Panik aus. Laut den amtlichen Nachrichtenagenturen Mehr und Fars flohen viele Menschen aus ihren schwankenden Häusern ins Freie. Zudem brachen in Teilen der Region demnach die Telefon- und Mobilfunknetze zusammen. Die Feuerwehr berichtete laut der Agentur Isna von großflächigen Stromausfällen und dichtem Verkehr in Täbris.

Der Chef der Hilfsorganisation Roter Halbmond, Mahmud Mosafar, sagte der Agentur Mehr, zu mehreren Dörfern gebe es keinen Zugang. Mosafar sagte, es gebe teils telefonischen Kontakt zu den Einwohnern. Um die Menschen in den Dörfern zu erreichen, wurden Hubschrauber eingesetzt. Aus dem Innenministerium in der Hauptstadt Teheran hieß es, allein aus der Ortschaft Warseghan seien etwa 50 Menschen verletzt in Krankenhäuser gebracht worden.

Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Ein besonders schweres Beben ereignete sich im Dezember 2003. Damals kamen im Südosten des Landes 31.000 Menschen ums Leben. Bei einem Erbeben im Nordosten Irans erst im Januar wurden mehr als hundert Menschen verletzt.

Autor: Teheran (AFP)

Das könnte Sie auch interessieren

Prozessauftakt im Mordfall Dominik R.

Mordfall

Prozessauftakt im Mordfall Dominik R.: Angeklagter schweigt weiterhin – hat er Lisa erstochen?

Am Dienstag, 22. August, fand im Passauer Landgericht der Prozessauftakt gegen den wegen Mord angeklagten Dominik R. aus Freyung statt. mehr ...

MediaMarkt

MediaMarktSaturn Deutschland übernimmt Euronics XXL

MediaMarkt kommt nach Burghausen

Etablierter Elektronikfachmarkt wird zukünftig unter der Marke MediaMarkt geführt mehr ...

Gegen 13.50 Uhr kam es am Montag, 21. August, zu einem Pkw-Brand bei einer Kfz-Werkstatt in der Alten Nürnberger Straße in Regensburg.

Feuer

Feuerwehr musste Pkw-Brand bei einer Kfz-Werkstatt löschen

Gegen 13.50 Uhr kam es am Montag, 21. August, zu einem Pkw-Brand bei einer Kfz-Werkstatt in der Alten Nürnberger Straße in Regensburg. mehr ...

Polizeiauto

Gefährliche Körperverletzung

Mehrfach gegen den Kopf getreten, 30-Jähriger wird schwer verletzt

Zu einer gefährlichen Körperverletzung kam es am Sonntag, 20. August, zwischen 3.30 und 4.55 Uhr vor einem Lokal in der Rodinger Straße in Cham. mehr ...

Zwei Schwerverletzte

Lastwagen schiebt Auto in Gegenverkehr

Auf der B12 kam am frühen Morgen auf Höhe Kühstein zu enem Unfall mit zwei Schwerverletzten und drei beteiligten Fahrzeugen. Schaden: 35.000 Euro. mehr ...

mehr Bilder ansehen
Happy Family 3D

Happy Family 3D

Die Wünschmanns stecken in Schwierigkeiten: Emmas Buchhandlung steht am Abgrund, ihr Mann Frank ist überarbeitet, ihre beiden Kinder kämpfen mit Pubertät und Mobbing. Als wäre das nicht schon genug, wird die Familie von Hexe Baba Yaga in Monster verwandelt! Nun müssen sie als Vampirin, Frankenstein, Mumie und Werwolf die Magierin jagen, um den Fluch aufzuheben. Unterwegs begegnen sie echten Monstern, die die Wünschmanns zum Fressen gern haben. mehr ...