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08.06.2012 Bad Reichenhall / Deutschland

Studie COSYCONET - Klinikum Bad Reichenhall dabei

Raucher und Lungenkranke für Studie gesucht


Für die bundesweite, von der Regierung finanzierte Studie COSYCONET werden Lungenkranke und Raucher über 40 gesucht. Sie können von der Studie profitieren.

Etwa vier Millionen Menschen leidenin Deutschland an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Tendenz steigend. Was vor einigen Jahren noch verharmlosend als „Raucherhusten“ bezeichnet wurde, nimmt die medizinische Forschung deshalb inzwischen zunehmend ins Visier. In Bad Reichenhall beteiligt sich auch die Innere Abteilungen – Pneumologie, der Kreisklinik Bad Reichenhall an der großen deutschlandweiten Studie COSYCONET.


Gesucht werden Patienten, bei denen eine COPD festgestellt wurde aber auch Raucher, die unter Symptomen wie chronischen Husten und Auswurf leiden. Interessierte sollten 40 Jahre oder älter sein. „Deutschlandweit sollen 3500 Patienten in die Studie eingeschlossen werden, wir freuen uns deshalb über eine rege Beteiligung“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Rainer-Willy Hauck.


Die COPD wird heute längst nicht mehr als eine reine Erkrankung der Lunge betrachtet. Die meisten Patienten leiden gleichzeitig unter anderen Krankheiten wie beispielsweise Herzschwäche, Diabetes, Osteoporose oder Krebs. „Diese Begleiterkrankungen stellen uns bei der Behandlung von Patienten mit COPD diagnostisch und therapeutisch vor große Herausforderungen“, betont Prof. Hauck.


In der jetzt laufenden Studie COSYCONET werden deshalb Daten zur COPD und den verschiedenen Begleiterkrankungen gesammelt. Innerhalb eines Zeitraumes von 18 Monaten werden die Teilnehmer insgesamt dreimal gründlich untersucht. Festgestellt werden dabei der allgemeine Gesundheitszustand, der Schweregrad und die Entwicklung der COPD sowie der Zusammenhang mit bestehenden Begleiterkrankungen. Finanziert wird diese Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

„Von den Ergebnissen versprechen wir uns neuartige und praxistaugliche Konzepte für Vorbeugung, Diagnostik, Verlaufskontrolle und Therapie“, so Prof. Hauck. Die Teilnehmer profitieren von den verschiedenen Untersuchungen, die mit modernsten Methoden erfolgen. Die Ergebnisse stehen nicht nur den Wissenschaftlern, sondern auch unmittelbar den Patienten zur Verfügung. Der betreuende Pneumologen oder Hausarzt kann diese Befunde in die Therapie mit eingehen lassen. Es handelt sich um eine reine, langfristig angelegte Beobachtungsstudie mit Verlaufskontrolle; neue Medikamente werden im Rahmen der Studie nicht erprobt.

 

Interessierte Patienten können sich in der Kreisklinik Bad Reichenhall unter der Telefonnummer 08651 772-311 melden. Ferner steht auch eine Patientenhotline unter der Rufnummer 06421 5861015 von Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr oder auch Informationen unter www.asconet.net zur Verfügung

Autor: pm / uj

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