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14.12.2012 Ruhpolding

Vertrag für Kooperation mit Rauschbergbahn unterschrieben

Unternbergbahn wird weiterbetrieben


Der seit Jahren von der Gemeinde Ruhpolding mit roten Zahlen geführte Betrieb des Sessellifts wird weitergeführt. Der Lift wird aber an die Rauschbergbahn verpachtet, um dadurch Synergieeffekte nutzen zu können. Einen Zehn-Jahresvertrag unterschrieb am vergangenen Freitag Bürgermeister Claus Pichler. Inwiefern der Lift auch wieder für den Skibetrieb geöffnet werden kann, bleibt vorerst offen.

Der Betrieb der Unternbergbahn ist für die nächsten Jahre gesichert. Am  Freitag wurde ein Pachtvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren zwischen der Rauschbergbahn GmbH und der Unternbergbahn GmbH & Co. KG unterzeichnet. „Damit sind gute Voraussetzungen gegeben, dass die Unternbergbahn wirtschaftlicher arbeiten kann“, sagte dazu Bürgermeister Claus Pichler.

 

Die Sesselbahn, deren Besitzerin die Gemeinde ist, schreibt schon seit Jahren rote Zahlen. Darum war man um eine Lösung des finanziellen Problems bemüht. Es wurde die Idee geboren, diese an die Rauschbergbahn zu verpachten, um dadurch Synergieeffekte zu nutzen und somit Kosten zu sparen. Nach positiv verlaufenden Verhandlungen stimmte nun der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich dem Pachtvertrag zu. Dieser sieht eine Vertragslaufzeit ab 1. Januar 2013 für zehn Jahre vor, davon besteht für die Rauschbergbahn eine Betriebspflicht von vorerst fünf Jahren.

 

Der Pachtpreis beinhaltet die Übernahme der Erbpacht und Umsatzpacht aus dem Vertrag mit den Bayerischen Staatsforsten sowie die Nutzungsentschädigung für den genutzten landwirtschaftlichen Grund. Ein wichtiger Eckpunkt stellt die Übernahme des Personals zu gleichen Bedingungen dar und das Angebot für Gäste mit der „eXtra-Karte“ wird weiterhin gelten. Der Pachtvertrag verpflichtet den neuen Betreiber nicht zur Aufrechterhaltung des Skibetriebes im Bereich der Sesselbahn. Das Pachtverhältnis der Schlepplifte am Unternberg mit der Betriebs-GmbH ist davon nicht betroffen. Vertragsinhalt ist auch, dass größere Investitionen mit der Gemeinde abgesprochen werden müssen.

 

Auch der Gaststättenbetrieb wurde im Vertragswerk berücksichtigt. Demnach ist eine Verpachtung zu den gleichen Bedingungen wie bisher durch die Rauschbergbahn, vorerst bis Mitte 2013, vorgesehen. Sichtlich froh zeigte sich Bürgermeister Claus Pichler, dass der Vertrag nun unter Dach und Fach ist. Sein vorrangiger Beweggrund dafür sei gewesen, den hohen Aufwand an qualifiziertem Betriebspersonal zu bündeln. Zugleich erinnerte er daran, dass die Unternbergbahn in letzter Zeit von der Gemeinde mit viel Geld auf den heute erforderlichen technischen Standard gebracht wurde, trotzdem sei die Kommune auch künftig nach Abschluss des Pachtvertrages nicht völlig aus der Pflicht.

 

Zugleich signalisierte der Geschäftsführer der „Skibetriebe Unternberg Verwaltungs-GmbH“, Herbert Fritzenwenger jun., dass der Skibetrieb im Bereich der Schlepplifte am dritten Adventwochenende wieder aufgenommen werden könne. Alle Vorbereitungen seien soweit abgeschlossen. Hierzu erklärte der Rathauschef: „Einen Skibetrieb am Unternberg wird es zuverlässig nur mit Unterstützung vieler geben“. Darum appelliere er, dass das Skigebiet und die Lifte möglichst viele Wintersportler in Anspruch nehmen, denn: „Vom Tourengehen allein kann man keinen Liftbetrieb aufrecht erhalten“.

Autor: hab

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