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26.10.2012 Traunstein/Wasserburg

19-Jähriger meldete sich in der Psychiatrie

Antik-Räuber aus Traunstein stellte sich


Offensichtlich wurde der öffentliche Fahndungsdruck zu groß. Nach dem Überfall auf ein Antiquitäten - und Sammlergeschäft am Dienstag in Traunstein, meldete sich der 19-jährige Täter am Donnerstagabend in einer psychiatrischen Klinik in Wasserburg.

Ein Unbekannter hatte am Dienstagnachmittag das Antiquitäten- und Sammlergeschäft in der Traunsteiner Klosterstraße überfallen. Dabei war der Inhaber mit Pfefferspray eingesprüht worden. Im weiteren Verlauf wehrte sich der Inhaber jedoch mit einem Dekorationsschwert gegen den Räuber. Der vermummte Mann war von einem Hieb im Schulterbereich getroffen zu Fuß vom Tatort geflüchtet.

 

Auf Grund des hohen Fahndungsdruckes meldete sich der junge Mann am Donnerstagabend in einer psychiatrischen Klinik in Wasserburg und gab die Tatbegehung zu. Polizeibeamte konnten ihn dort ohne Widerstand festnehmen. Auch gegenüber der Polizei räumte der 19-Jährige ein, die Tat begangen zu haben. Wie vermutet, hatte der Geschäftsinhaber den Angreifer mit dem Dekorationsschwer am Arm getroffen. Dieser klagte bei der Festnahme auch über starke Schmerzen im Armbereich, dürfte nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen jedoch keine schwerwiegenden Verletzungen davongetragen haben.

 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde der Mann am Freitagnachmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Ein Arzt hatte zuvor die Haftfähigkeit festgestellt. Der Ermittlungsrichter erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Tatverdächtigen.

Autor: Axel Effner