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03.09.2012 Übersee

Exter-Kunsthaus ist am Denkmaltag geöffnet

Besuch beim Malerfürsten


Zum letzten Mal in der diesjährigen Ausstellungssaison öffnet das zauberhafte Kunsthaus-Exter, die Villa des ehemaligen Malerfürsten Julius Exter, am Tag des offenen Denkmals seine Tore. Zu besichtigen ist dabei nicht nur das 500 Jahre alte Anwesen, sondern auch der Künstlergarten.

Nur noch wenige Tage kann in diesem Jahr das Künstlerhaus Exter in Übersee-Feldwies, Blumenweg 5, täglich zwischen 17 und 19 Uhr besichtigt werden. Am „Tag des offenen Denkmals“, Sonntag, 9. September, endet die diesjährige Ausstellungssaison. Von 10 bis 19 Uhr ist dabei - ausnahmsweise bei freiem Eintritt - die Sonderausstellung „Julius Exter – Sonne, Berge, See“ in dem rund 500 Jahre alten Bauernhaus und einstigen Künstlersitz letztmals geöffnet.

 

 

Das gleiche gilt für den 1998 restaurierten, in diesem Jahr besonders hoch gewachsenen und trotz des Herbstbeginns noch relativ farbenprächtigen Künstlergarten des „Farbenfürsten“ Professor Julius Exter (1863-1939) sowie für den Bücher- und Trödelmarkt, den der Trägerverein „Kunsthaus Übersee-Feldwies e.V.“ seit Jahren zugunsten des Exter-Hauses organisiert. Bei dem Flohmarkt im Hof wird zusätzlich der ebenfalls gemeinnützige Verein „Aktiv für Tiere e.V.“ Nützliches und Originelles anbieten.

 

Wie gewohnt in den letzten Jahren beantworten kompetente Ansprechpartner Besucherfragen, darunter der kunsthistorische Exter-Experte Dr. Elmar D. Schmid, der lange bei der Bayerischen Schlösserverwaltung in Schloss Nymphenburg als Museumsdirektor für den Exter-Nachlass verantwortlich war und entscheidend dazu beitrug, dass Exter wieder den ihm gebührenden Rang in der süddeutschen Malerei einnimmt. Mit von der Partie am letzten Öffnungstag sind auch der langjährige frühere Leiter des für alle baulichen Restaurierungen zuständigen Staatlichen Bauamtes Traunstein, Matthias Ferwagner, und Hausherrin Monika Kretzmer-Diepold. Sie arbeitet seit 32 Jahren als ehrenamtliche Leiterin des Exter-Hauses.

Das Anwesen, bis 1900 als kleiner landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb mit dem Hofnamen „Beim Stricker“ in Besitz armer bäuerlicher Familien, erwarb Julius Exter 1902 und baute es nach seinen Bedürfnissen als Sommerdomizil und Sitz seiner Malschule um. Seit Mitte der 1980-er Jahre steht das Exter-Haus unter Denkmalschutz. Die Bayerische Schlösserverwaltung als Eigentümerin sanierte und restaurierte die Gebäude innen wie außen in den vergangenen Jahrzehnten in vorbildlicher Weise.

 

Nach Ende der Ausstellungszeit werden heuer ein weiteres Mal Holzteile wie Böden und Treppen im Mittelpunkt der Restaurierung stehen. Das Jahr 2012 wird dem Künstlerhaus Exter einen neuen Besucherrekord bringen. Letztes Jahr wurden etwa 12.000 Kunstliebhaber gezählt zwischen Pfingsten und Mitte September. Diese Zahl ist bereits jetzt vor dem Tag des offenen Denkmals überschritten.

Autor: Axel Effner

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