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14.09.2012 Bergen

Überraschung bei Wahl der Ortsdelegierten in Bergen

Siegfried Walch wird Landratskandidat der CSU


Bei der nächsten Landratswahl 2014 wird die CSU im Landkreis Traunstein den Inzeller Siegfried Walch als Kandidat ins Rennen schicken: Der Kreisrat und dritte Bürgermeister wurde bei der Versammlung der Ortsdelegierten im ersten Wahlgang mit 94 Stimmen gewählt.

Noch vor Beginn der Wahl hatten viele CSU-Mitglieder und Ortsdelegierten mit einer Stichwahl gerechnet. Zu Beginn des Abstimmungsabends im Bergener Festsaal hatte es dann die nächste Überraschung gegeben: Horst Leinert, CSU-Mitglied aus Taching, wollte sich als vierter Kandidat aufstellen lassen. Bereits nach der ersten Runde stand dann der Sieger fest: Der Unternehmer Siegfried Walch aus Inzell, hatte sich mit 94 Stimmen die Pole-Position gesichert. Andreas Bratzdrum aus Tittmoning, Büroleiter des Landrats im Landkreis Berchtesgadener Land,  schlug sich mit 73 Stimmen als Zweiter ebenfalls sehr gut.

 

Franz Parzinger (56), Bürgermeister der Stadt Traunreut, landete mit 13 Stimmen deutlich abgeschlagen auf Platz 3. Horst Leinert erhielt lediglich eine Stimme. „Die CSU will ganz offensichtlich einen Wechsel”, kommentierte Dr. Wolfgang Berka, Ortsdelegierter und neuer Ortsvorsitzender der CSU, den Ausgang der Wahl. Alle drei Kandidaten - Bratzdrum, Parzinger und Walch - hatten sich der Öffentlichkeit und den CSU-Mitgliedern bereits im Juli bei fünf sehr gut besuchten Bürgerveranstaltungen ausführlich vorgestellt und zu zahlreichen Themen Stellung bezogen.

 

Walch war bereits nach seinem überzeugenden Auftreten bei den jeweiligen Veranstaltungen als heißer Kandidat gehandelt worden. Unklar war jedoch, ob ihm die Ortsdelegierten aufgrund seines Alters das Amt zutrauen würden. Nach der Wahl erklärte er gegenüber dem Wochenblatt: „Ich freue mich natürlich sehr über diesen Ausgang und empfinde das als sehr großen Vertrauensbeweis. Bereits bei den öffentlichen Bürgerdialogen sind wir als potentielle Kandidaten sehr fair und respektvoll miteinander umgegangen. Es hat sich bewährt, offen zu den Themen Position zu beziehen, damit die Leute wissen, wo man steht. Ich denke, jeder Delegierte hat sehr bewusst überlegt, wen er wählt, weil er nur eine Stimme hat. Natürlich kann es sein, dass der eine oder andere davon ausgegangen ist, dass es zu einem zweiten Wahlgang mit Stichwahl kommen kann.” Walch selbst war an diesme Abend noch zu einer Hochzeit eingeladen.

 

CSU-Vorsitzender Klaus Steiner sah sich in der neuen Strategie der CSU, bei zentralen Frage wie der des neuen Landratskandidaten den Bürgerwillen stärker miteinzubeziehen, bestätigt. „Da gab es im Vorfeld sehr angeregte Diskussionen. Die Entscheidung viel auch nicht mehr wie früher im Hinterzimmer.”

 

Über weitere Details und Reaktionen lesen in der nächsten Printausgabe des Wochenblatts.

Autor: Axel Effner

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