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26.05.2012 Traunstein

Alk-Missbrauch - Streit - Unfall

Schulabschlussfeier lief aus dem Ruder


Bei der Abschlussfeier von 300 Schülern gab Streit mit Anwohnern, ein betrunkener Schüler crashte das Auto seines Freundes, eine Disko wurde blockiert.

Am späten Nachmittag hatten sich im Bereich der Kleingartenanlagen in Traunstein-Empfing rund 300 Jugendliche bei schönstem Wetter an der Traun versammelt, um ihren Schulabschluss zu feiern. Viele schauten dabei viel zu tief ins Glas bzw. in die Flasche. Wegen der Lautstärke kam es zum Streit mit den Anwohnern, die schließlich die Polizei verständigten. Die Polizei schlichtete die Streitereien und konnte zunächst keine gravierenden Verstöße feststellen.

 

 

Bei der Feier zu tief ins Glas geschaut

 

Kurz nachdem die Polizei abgerückt war, kam es aber zu einem Zwischenfall bei der Feier. Ein alkoholisierter 19jähriger aus dem Achenthal bediente sich gegen 19:45 Uhr eigenmächtig des Pkw VW Polo seines Freundes, der wohl etwas unaufmerksam den Schlüssel hatte stecken lassen. Der 19jährige war aber wohl nicht mehr in der Lage, die gefahrene Geschwindigkeit einzuschätzen. Nachdem er „eine Runde gedreht“ hatte, kehrte er mit dem Wagen zum Fest an der Traun zurück.

 

Dabei war er auf dem Weg zu den dortigen Kleingartenanlagen viel zu schnell dran und verlor auf der Parkplatzzufahrt die Kontrolle über den VW. Er prallte im Anschluss gegen einen auf dem Parkplatz abgestellten VW Golf eines 52jährigen Traunsteiners, der glücklicherweise nicht in seinem Wagen saß. An den beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von etwa 5000 Euro. Verletzt wurde niemand. Seine Alkoholisierung konnte der 19jährige auch vor den herbeigerufenen Polizisten nicht verbergen, die ihm einen Alkotest anboten. Dessen Ergebnis fiel derartig hoch aus, dass sich der Schulabgänger einer Blutentnahme unterziehen musste. Seinen Führerschein wird der Fahranfänger wohl für längere Zeit nicht mehr sehen. Die Staatsanwaltschaft und die Führerscheinstelle wurden von dem Vorfall informiert.

 

 

Neue Traunsteiner Stadtsatzung erstmals erfolgreich angewandt

 

In den Abendstunden verlagerte sich die Feier der Schulabgänger dann in die Güterhallenstraße zu einer dort ansässigen Diskothek. Vor dem Annette-Kolb-Gymnasium blockierten etwa 50 Jugendliche den Gehweg, wobei vereinzelt auch Alkohol konsumiert wurde. Die Polizei ging kommunikativ auf die Jugendlichen zu und klärte sie über die neue Sondernutzungssatzung der Stadt Traunstein auf, welche seit 13. Mai 2012 in Kraft ist. Wie aus den Medien bekannt, untersagt die Satzung u.a. das Niederlassen oder dauernde Verweilen auf öffentlichem Verkehrsgrund, wenn dadurch eine Zweckentfremdung des Verkehrsgrundes und eine Beeinträchtigung anderer Verkehrsteilnehmer eintritt. Das war in diesem Fall klar gegeben.

 

Mehrere Passanten mussten aufgrund der Jugendlichen auf die Güterhallenstraße ausweichen. Die Jugendlichen zeigten sich zumeist einsichtig und kamen der Aufforderung zum Verlassen der Örtlichkeit durch die Polizei nach. Wenigen Jugendlichen musste zuerst die mögliche Sanktionierung, eine Verwarnung in Höhe von 25 Euro, angedroht werden, ehe auch sie dem Platzverweis nachkamen. Vor der nahen Diskothek hatten sich etwa 100 Jugendliche versammelt, denen der Zutritt zu dem vollen Club nicht mehr möglich war. Der Lokalbetreiber hatte eigens einen Sicherheitsdienst engagiert, welcher die Lage vor der Disko und auf dem gegenüberliegenden Gehweg den Abend über ganz gut im Griff hatte. Zu weiteren Störungen kam es bis in die frühen Samstag Morgenstunden nicht.
 

Autor: pm / uj

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