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14.08.2012 Raubling

Großfamilie verreiste mit 19 Personen im vermüllten Schrottauto

Lebensgefährlicher Rekord


Sage und schreibe 19 Personen kletterten aus einem vermüllten Schrottauto, das die Polizei auf der A8 aus dem Verkehr zog. Der jüngste Fahrgast war gerade mal drei Jahre alt.

Selbst langgedienten Polizeibeamten verschlug es beinahe die Sprache, als sie auf der Autobahn A 8 in Fahrtrichtung München einen französischen Ford Transit kontrollierten. Auf den ersten Blick schon machte das Fahrzeug einen völlig überladenen und verkehrsunsicheren Eindruck.

 

Bei der näheren Überprüfung des Pkw und der rumänischen Insassen stellte sich dann auch schnell der Grund für die Überladung heraus:
Nach und nach verließen insgesamt 19 (!) Personen das Fahrzeug. Allein im Laderaum befanden sich neun Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren - ohne jegliche Sicherung und größtenteils ohne Sitzplätze. Der Pkw verfügte eigentlich nur über sechs Sitzplätze und zwei funktionsfähige Sicherheitsgurte. Zudem türmten sich noch Unmengen Gepäck im Wageninneren.

 

Als wäre diese abenteuerliche, wenn nicht sogar lebensgefährliche Art des Reisens noch nicht genug gewesen, offenbarte sich den Beamten beim zweiten Blick auch der desaströse technische Zustand des Pkw. Ein Auszug aus der langen Mängelliste: Handbremse ohne Wirkung, teilweise unwirksame Bremsanlage, defekte Beleuchtung, Hinterachse und Radhäuser durchgerostet.

 

Der verkehrsunsichere Ford Transit wurde sofort aus dem Verkehr gezogen und kann wohl nur noch verschrottet werden. Die Großfamilie musste ihre Reise mit dem Zug in Rosenheim fortsetzen. Die Verkehrspolizei appelliert in diesem Zusammenhang an die elterliche Vernunft und Fürsorge, Kinder immer vorschriftsmäßig zu sichern und das Gepäck ordnungsgemäß zu verstauen.

Autor: Axel Effner

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