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03.09.2012 Ramsau

Naturidylle erwachte zu geheimnisvollem Leben

Magischer Zauberwald am Hintersee


Mystisch beleuchtet und voll lebendiger Sagen- und Märchenfiguren: Der Zauberwald am Hintersee in Ramsau erwachte am Wochenende zu geheimnisvollem nächtlichen Leben. Rund 2.500 Besucher ließen sich das Spektakel an zwei Veranstaltungstagen nicht entgehen.

Haushohe Felsblöcke mit Durchlässen, riesige Wurzelteller, geheimnisvolle Höhlen, uralte, bemooste Bäume und ein rauschender Wildbach: Die Szenerie am Zauberwald am Hintersee in Ramsau könnte nicht passender gewählt sein für ein einmaliges Nachtspektakel, das am Wochenende rund 2.500 Besucher anzog: Geheimnisvoll beleuchtet, erwachte der romantische Steig am Wochenende zu nächtlichem Leben und zog die Besucher an 16 Plätzen mit lebenden Märchen- und Sagengestalten in seinen Bann.

 

Kaiser Karl aus dem Untersberg klagte mit sonorem Bass und langem Bart im Beisein der Wächter sein Leid, ein in grün beleuchteter Zauberer mit Moosbesatz und Kugel in der Hand am Wegesrand sorgte bei Kindern für bange Blicke. An anderer Stelle neckten Mummenschanz-Kobolde mit Masken bei Thriller-Musik die Vorbeigehenden. Für plötzliche Aufregung sorgte ein Drache, der unverhofft in das Reich der Bergmännlein eindringt, die Kristalle in einer Mine abbauen. Auf der Hexeninsel konnten die Besucher phantastisch gewandtete und kreischende Weiberl beim Sabbat am dampfenden Topf beobachten, während an anderer Stelle eine Segensfigur über die steilen Pfade wachte.

 

Der im Wald verloren gegangene kleine „Maxi” fand dank der Untersberg-Wichtel” nach aufregender Suche wieder zu seiner verzweifelten Mutter, während anderswo der Jäger im nächtlich illuminierten Wald den Wilderer auf frischer Tat ertappt. Das Nachtspektakel mit Feuerstellen und Brotzeit-Platz zu Füßen des majestätisch über dem Hintersee thronenden Hochkalter fand allgemein große Anerkennung. Immerhin 80 große und kleine Schauspieler sowie ein großer Aufwand an Musik-, Geräusch- und Beleuchtungseffekten schufen eine eindrucksvolle Erlebnisarena. Bleibt zu hoffen, dass die tolle Idee im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet.

Autor: Axel Effner

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