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24.09.2012 Tacherting

Tachertinger Rathauschef mit 74,2 Prozent bestätigt

Deutlicher Wahlsieg für Hans Hellmeier


Der Wahlkampf ohne harte Bandagen in der Gemeinde Tacherting hat sich offenbar für den Rathauschef bewährt: Hans Hellmeier (54, CSU), Nebenerwerbslandwirt und seit 2006 im Amt, wurde bei der außertourlichen Kommunalwahl mit dem deutlichen Votum von 74,2 Prozent im Amt bestätigt.

Die Tachertinger sind offenbar mit der Politik im Rathaus sehr zufrieden und lehnten einen Wechsel ab. Herausforderer Helmut Haigermoser (60), freigestellter Betriebsrat der Postbank in München, SPD-Ortsvorsitzender  und dritter Bürgermeister, brachte es bei einer Wahlbeteiligung von 50,4 Prozent (2006: 62,3 Prozent) lediglich auf 25,8 Prozent der Stimmen. Bei der Neuwahl des Bürgermeisters vor sechs Jahren war das Verhältnis der beiden Kontrahenten mit 66 zu 34 Prozent noch nicht so deutlich ausgefallen.

 

Aufgrund der angestrebten Harmonisierung des Wahlrhythmus für die Kommunalwahl darf Hellmeier diesmal sogar acht statt der üblichen sechs Jahre im Amt bleiben. Heigermoser zeigte sich enttäuscht, dass es nicht gelungen sei, im Sinne der Demokratie mehr Menschen für die Stimmabgabe zu motivieren. Insbesondere durch seine Arbeit als Gemeinderat und für die Jugend habe er für sich persönlich mehr erhofft. Hellmeier umgekehrt zeigte sich überrascht und erfreut, dass das Ergebnis so deutlich ausgefallen ist. Hervorgehoben wurde von verschiedenen Seiten, dass beide Kandidaten im Wahlkampf sehr fair miteinander umgegangen sind.

 

Kienbergs Bürgermeister Hans Urbauer gratulierte am Wahlabend ebenfalls vor Ort und betonte die gute Zusammenarbeit der Gemeinden bei verschiedenen Projekten wie dem Schulverbund, der Kläranlage und der Klärschlammvererdung.

 

Als Schwerpunkte für die kommenden Jahre hatte Hellmeier bereits im Vorfeld die energetische Sanierung der kommunalen Gebäude, den Ausbau und die Sanierung der bestehenden Infrastruktureinrichtungen wie dem Leitungsnetz für Wasser und Abwasser, die Abwasserentsorgung im Außenbereich und die Geh- und Radwege genannt. Dazu kommt die Breitbandversorgung und die Aufnahme von Tacherting ins Programm der Städtebauförderung.

Autor: Axel Effner

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