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31.10.2012 München

Geisterjäger Jörg Schreiber und seine Arbeit mit Gänsehaut-Effekt

Begegnung mit Verstorbenen im Spukhaus


Häuser, in denen ein böser Geist spukt und erdgebundene Seelen, die Gegenstände bewegen: Gibt es das? Der Geisterjäger, Jenseits- und Bewusstseinsforscher Jörg Schreiber aus München ist davon überzeugt. Im Wochenblatt erzählt er von echten Gänsehaut-Erlebnissen.

Jörg Schreiber, Jahrgang 1957, verheiratet mit einer Ethnologin, drei Kinder, hatte bereits in frühen Jahren erste paranormale Erlebnisse. Diese prägten seine Kindheit und Jugend. Später absolvierte er eine mehrjährige spirituelle Ausbildung im In- und Ausland. Bei seinen anschließenden Forschungen beschäftigte er sich schwerpunktmäßig mit Jenseits- und Reinkarnationsphänomenen. Seit Jahrzehnten geht er Bewusstseins- und Spukphänomenen auf den Grund, heilt Menschen von Anhaftungen und Besetzungen und erforscht die Kräfte an besonderen magischen Stätten. In zahlreichen Sendungen und Artikeln hat er bereits über seine Arbeit berichtet. In seinem aktuellen Buch „Mysterium Mensch - SeelenWege" gibt er nicht nur einen umfassenden Überblick in die theoretischen Grundlagen, sondern beschreibt Ereignisse und Erkenntnisse aus seiner vielfältigen Arbeit.

Herr Schreiber, wann war ihr erster Kontakt zu einem Geist?

Schreiber: Ich denke das war in meiner Kindheit, als mein Großvater gestorben ist, zu dem ich ein sehr enges Verhältnis hatte. Er kam in nebulöser, astraler Gestalt zu mir und verabschiedete sich. Als ich am nächsten Morgen meinen Eltern erzählte: „Der Opa ist gestorben”, sagten die, der Bub spinnt. Zwei Stunden später kam der entsprechende Anruf und dann waren sie irgendwie ziemlich verstört.

Wie sind Sie denn auf das Thema Geister und Spukhäuser gekommen?

Schreiber: Ich habe mich lange Jahre neben der regulären Arbeit intensiv mit verschiedenen spirituellen Traditionen auseinandergesetzt und eine mehrjährige spirituelle Ausbildung im In- und Ausland absolviert. Bei meinen anschließenden Forschungen habe ich mich dann schwerpunktmäßig mit Reinkarnation sowie mit Jenseits- und Besetzungsphänomenen bei Menschen befasst. Durch meine Seminare, Internetforen und Mundpropaganda, später auch durch Talkshows im Fernsehen, sind die Leute auf mich aufmerksam geworden und haben sich gemeldet.

Ist denn Spuk im Spiel, wenn Bilder von der Wand fallen oder es über der Zimmerdecke poltert?

Schreiber: Angefangen von massiven Schlafstörungen über andere auch energetische und körperliche Belästigungen bis hin zu durch die Luft fliegenden Gegenständen habe ich viel gesehen und erlebt. In einer Vielzahl von Fällen handelt es sich aber um geringere und meist im Außen auftretende Manipulationen und Störungen. Nicht jede Schlafstörung oder jedes Geräusch hat mit paranormalen Phänomenen zu tun. Oft verwechseln oder interpretieren wir unsere eigenen Ängste oder Schattenseiten nur allzu gern mit Störungen, die im Außen auftreten.

Wie sieht denn nun der Geist eines Toten aus?

Schreiber: Leicht durchsichtig, weißgrau oder bläulich, je nach Blickwinkel. Mit den normalen Augen sehe ich zuweilen Schlieren oder einen Schleier. Schalte ich auf das dritte Auge (spirituelles Wahrnehmungsorgan zwischen den Augen, d. Red.) um, kann ich auch Gesichtszüge, Kleidung, Gestalt und anderes erkennen. Ich habe sogar mal Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg gesehen, die trugen noch ihre Waffen. Manchmal kann ich Geister auch riechen oder ihre Stimmen hören. Wenn einer in der Nähe ist, stellen sich bei mir alle Haare auf und in der Regel wird es leicht kühler.

Wie sehen ihre Erfahrungen bei konkreten Spukfällen aus?

In einem Fall wurde eine lebenslustige, aktive Frau von einer unerklärlichen Müdigkeit und Schlappheit geplagt, sobald sie durch die Haustür hereinkam. Nach Verlassen der Wohnung fühlte sie sich von einer Minute auf die andere wieder fit. Ich habe dann nachgeschaut und im Schlafzimmer den Geist der verstorbenen Freundin des Mannes entdeckt. Die war richtig eifersüchtig auf ihre Nachfolgerin und saugte der Frau auf energetischer Ebene die Kraft ab, um sie so quasi rauszumobben.

Und dann vertreiben Sie die Geister?

Schreiber: Wenn ich die Geister aufgespürt habe - in alten Häusern, Hotels, Friseurläden oder auch einem Lebensmittelgeschäft, frage ich sie zuerst, ob sie wissen, dass sie gestorben sind und warum sie an diesem Ort sind... Ich öffne Ihnen eine Art kosmisches Fenster nach drüben und helfe Ihnen mit Licht- und Energiearbeit auf dem Weg ins Jenseits, ins Sommerland, wo Ihnen weitergeholfen wird und sich die Seele weiterentwickeln kann. Die Charaktere sind wie auf der Erde. Manchmal sind sture Hunde darunter, denen man einen richtigen Renner geben muss. In hartnäckigen Fällen helfen hohe Engelwesen, denen sich der Geist nicht entziehen kann.

Ist das nicht gefährlich?

Schreiber: Meistens sind die Geister erstaunt, erschrocken oder sauer, dass sie auf einmal einer sehen kann und mit ihnen spricht. Man muss sehr ehrlich sein, weil sie meine Aura (Energiehülle um den Körper, d. Red.) sehen können und damit auch, wenn die sich bei einer Lüge verfärbt. Außerdem muss ich meine Gefühle und Gedanken völlig unter Kontrolle haben, mich schützen können und gewieft sein, sonst tricksen dich manche aus, die mit allen Wassern gewaschen sind. Einer, der partout nicht weg wollte, schnappte sich einen Koffer und sagte: Tschau, ich fahre jetzt für drei Wochen in Urlaub. Durch den starken Energie-Ring, den ich um das Haus gezogen hatte, konnte er allerdings nicht abhauen.

Was haben denn Geister von Verstorbenen auf der Welt zu suchen?

Schreiber: Wenn ein Mensch stirbt, kommt er normalerweise durch einen Lichtkanal ins Jenseits. Durch eine starke Sucht oder starke Gefühle kann er allerdings an die materielle Welt gebunden bleiben: Drogen oder Alkohol, Liebe oder Hass, vielleicht auch die große Besitzgier nach dem Haus, der Münz- und Kunstsammlung halten ihn hier. Auch wenn Menschen sehr plötzlich sterben, etwa durch einen Unfall, kann der Übergang in die andere Welt so abrupt geschehen, dass sie den Wechsel nicht merken. Zeit, Raum, Kälte oder Wärme existieren dort nicht. Sie sind irritiert, weil sie erst mal mit niemandem reden können – obwohl sie die anderen sehen – oder durch Bäume laufen können.

Und dann machen Sie sich bemerkbar, was wir als Spuk erleben?

Schreiber: Der Gierige macht sich zum Beispiel bemerkbar, weil er die neuen Besitzer des Hauses rausekeln will. Auf einmal bewegen sich Gegenstände, das Licht geht an und aus oder die Leute fühlen sich unwohl und haben extreme Schlafstörungen.

Aber ein Geist hat doch keinen Arm, mit dem er Materie bewegen kann?

Schreiber: Das nicht, aber die lernen im Laufe der Zeit auch, wie man seine Energie bündeln und damit etwas bewirken kann.

Kann man die Anwesenheit von Geistern denn beweisen?

Schreiber: Schwierige Frage. Der Film „The Sixth Sense” ist diesem Thema eindrucksvoll nachgegangen. Es kommt vor, dass mir Geister Dinge von den Häusern, ihrer Geschichte und bestimmten Ereignissen erzählen, die ich nicht wissen konnte. Oder ich erfahre Einzelheiten über die Lebenden, bei denen sie wohnen. Das erstaunt dann oft die Klienten, die mich geholt haben. Die Existenz lässt sich aber wohl ebensowenig wie die Nicht-Existenz beweisen. Wer es nicht glaubt, der soll es lassen.

 

Nähere Informationen gibt es auf der Homepage von Jörg Schreiber, der sich auch „Jorgaros” nennt: www.jorgaros.de

Autor: Axel Effner

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