Baumgartner landet nach halsbrecherischem Flug sicher auf der Erde
Rekordsprung geglückt!

Nach dem Absprung um 20.07 Uhr trudelte Baumgartner 90 Sekunden lang durch die Luft, ehe er wieder die Kontrolle über seinen Körper gewann. Nach über vier Minuten freien Falls - früher als geplant - zog der Salzburger die Reißleine seines Fallschirms. Bei der Landung fiel der 43-Jährige auf die Knie und riss die Hände hoch. Bei den Verwandten, Freunden und der Basisstation gab es lautstarken Jubel. Aus einem begleitenden Hubschrauber wurde die Landung von Felix Baumgartner gefilmt und der Extremsportler nach einem kurzen Gesundheitscheck wieder zur Basis zurückgebracht. Während des Flugs hielt der Sportler Funkverbindung mit der Basis.
Baumgartner war nach gut dreistündigem Aufstieg aus 39.068 Meter aus seiner Schutzkapsel ausgestiegen und in die Tiefe gesprungen. Nach den ersten Daten erreichte er im freiem Fall Richtung Erde eine Höchstgeschwindigkeit von 1342,8 Kilometern erklärte der Experte der Federation Aeronautique Internationale (FAI), Brian Utley, in Roswell.
Im anschließenden Interview nach dem Sprung sagte Baumgartner: „Ich habe den Überschall nicht gespürt, ich war so beschäftigt mit anderen Dingen". Auf seine Gefühle angesprochen, meinte er: „Mir sind 20 Tonnen Last abgefallen." Im Fall habe er trotz zwischenzeitlicher Überschläge „jede Sekunde gewusst, was passiert".
Mit dem Sprung wollte er vier Rekorde brechen: der höchste bemannte Ballonflug, der höchste Fallschirmsprung, das erstmalige Durchbrechen der Schallmauer durch einen Menschen und der längste freie Fall. Ob die Ziele erreicht worden sind, werden aber erst die ausgewerteten Daten zeigen.
In verschiedenen Medien wurde die stundenlange Berichterstattung über den Rekordversuch vor allem als großangelegter Werbe-Coup des österreichischen Energiedrink-Herstellers Red Bull kritisiert. Der umgerechnete Werbewert der „fliegenden Red Bull-Dose” Felix Baumgartner wurde aufgrund internationaler Berichterstattung auf Milliarden geschätzt. Die Investion in den Extremversuch soll bei 50 Millionen Euro gelegen haben.
Lesen Sie hier mehr über die aufregende Vorbereitung.
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