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23.08.2012 Übersee

Edgar Selge schießt Schauspielkollegen ins Bein

Scharfer Schuss beim „Chiemseekrimi”


Aus einer Filmszene wurde bittere Realität: Schauspieler Edgar Selge schoss am Dienstag bei Dreharbeiten für „Hattinger - Der Chiemseekrimi” seinem Kollegen Max Schmidt ungewollt ins Bein. Schmidt musste mit einer Fleischwunde in die Klinik. Gegen Selge ermittelt die Polizei.

Erst am Montag präsentierte sich das Team des neuen ZDF-Krimis vor Fotografen am Chiemseestrand (Wochenblatt berichtete). Einen Tag später kam es bereits zu dem bedauerlichen Zwischenfall: Laut Drehbuch sollte Schauspieler Edgar Selge einem anderen Kollegen eine Gaspistole an den Unterschenkel halten und abdrücken. Beide gehen davon aus, dass sich selbstverständlich keine Patrone im Lauf befindet und der Schuss nur simuliert wird.

 

Tatsächlich steckte aber wohl noch eine Platzpatrone im Lauf, deren Gasaustritt die Verletzung bei Schmidt verursacht hat. Wie Polizeisprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern gegenüber dem Wochenblatt erläuterte, habe offensichtlich keiner am Set vor den Dreharbeiten kontrolliert, ob die Pistole geladen war. 

 

Nach dem Vorfall waren beide Schauspieler sehr erschrocken über den „Arbeitsunfall”. Nach der Erstversorgung der äußerst schmerzhaften Fleischwunde musste Schmidt - Zuschauern bekannt aus der BR-Sendung „Freizeit” - zur Behandlung in eine Münchner Klinik gebracht werden. Gegen Selge wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. „Das ist reine Routine”, wie Sonntag versichert. Schmidt ist in dem Chiemseekrimi um einen Serienmörder in einer Nebenrolle als Musiker zu sehen.

 

Wie ZDF-Sprecher Peter Gruhne dem Wochenblatt erklärte, werden die Hintergründe des Unfalls derzeit noch untersucht. „Es war wohl so, dass der erste Schuss in Richtung See abgegeben werden sollte, und der zweite - ohne Patrone - am Bein. Dabei ist offensichtlich etwas schiefgelaufen.” So wie es derzeit aussieht, werden die Dreharbeiten für „Hattinger” im Raum München, Samerberg und Übersee/Chiemsee aber in Kürze fortgesetzt werden können. Gedreht werden soll bis 7. September.

Autor: Axel Effner

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