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17.07.2012 Traunreut

BSH eröffnet in Traunreut neuen Containerterminal

9.000 Lkw-Fahrten weniger


Rund 1.000 Lkw-Fahrten weniger pro Jahr soll der neue Containerterminal für das BSH Bosch und Hausgeräte GmbH in Traunreut bringen. Zusammen mit anderen Maßnahmen werden inzwischen pro Jahr 9.000 Lkw-Fahrten eingespart. Und das macht sich nicht nur ökologisch bezahlt.

Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH hat am Dienstag am Standort Traunreut einen neuen Containerterminal eingeweiht. Auf einer Fläche von insgesamt 1.000 Quadratmetern bietet er ein Verlagerungspotenzial für umgerechnet 1.000 Lkw-Ladungen. Zu dem Terminal führt ein – bereits bestehender – Gleisanschluss an das deutsche Bahnnetz. Damit können die Container direkt und umweltfreundlich mit dem Zug transportiert werden.

 

Bereits seit Jahren setzt die BSH auf nachhaltige Logistikkonzepte, die die Effizienz jedes einzelnen Transportes erheblich steigern. Allein in Traunreut können dadurch jährlich rund 9.000 Lkw-Fahrten eingespart werden. Auf einer Gesamtfläche von rund 430.000 Quadratmetern – immerhin fast drei Mal so groß wie die Insel Frauenchiemsee – werden bei der BSH Traunreut jährlich rund zwei Millionen Einbauherde und -backöfen, Mikrowellen-Kompaktgeräte und Kochfelder gefertigt. Die Geräte werden dabei möglichst umweltfreundlich verschickt. Dazu verlagert die BSH in Traunreut ihre Transporte zunehmend von der Straße auf die Schiene.

 

Durch zahlreiche Maßnahmen, wie beispielsweise den verstärkten Einsatz von Bahn-Waggons für den Fertiggeräte-Transport und die Verlagerung der Blechanlieferung und -abtarnsport per schiene, spart die BSH Traunreut jährlich bereits 8.000 Lkw-Fahrten ein. Mit dem neuen Containerterminal können seit heute die Geräte für den Import und Export auch direkt per Bahn-Container von Traunreut aus befördert werden. Damit erhöht sich das jährliche Einsparpotenzial auf insgesamt 9.000 Lkw-Fahrten.

„Über 50 Prozent der Fertigung in Traunreut wird in alle Welt exportiert” erklärte Jean Dufour, Geschäftsführer Vertrieb der BSH. An vier Standorten seien inzwischen Conatinerterminals errichtet worden, um konsequent dsen Güterverkehr vom Lkw auf die schiene zu verlagern. Das mache sich in Kostenreduzierng wie auch in einer Entlastung dre Umwelt positiv bemerkbar.

 

„Allein aus Umweltgesichtspunkten ist die Verlagerung weg von der Straße enorm wichtig. Für uns ist das kein Trend, sondern Basis für unser nachhaltiges Wirtschaften“, erklärt Hans-Gerd Bauerfeind, BSH-Logistikchef. „Traunreut erfüllt nun alle Voraussetzungen hinsichtlich eines individuell auf Produktivität, Flexibilität und maximalen Lieferservice ausgerichteten Logistikstandortes.“

 

Seit der Eröffnung der Herdefabrik im Jahr 1952 wurden bereits mehr als 25 Millionen Geräte ausgeliefert. „Übereinander gestapelt ergibt dies einen 17.000 Kilometer hohen Turm, was der Distanz zwischen Deutschland und Australien entspricht“, so Günter Striegel, Standortleiter der BSH in Traunreut. „Als einer der größten Arbeitgeber der Region haben wir natürlich auch eine besondere Verpflichtung gegenüber Stadt und Region. Der neue Containerterminal ist eine weitere Entlastung für den Verkehr und die Umwelt.“


Europas führender Hausgerätehersteller beschäftigt am Standort Traunreut 2.480 Mitarbeiter. Das Unternehmen gilt als Innovationsführer bei Energieeffizienz. Seit 1. März 2012 gehört die BSH offiziell zu den Klimaschutz-Unternehmen Deutschlands.

Autor: Axel Effner

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