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20.11.2011 Traunstein

Ausstellung im Traunsteiner Bauamt zeigt herausragende Architektur

Außergewöhnliche Bauten in Bayern


Beispiele für herausragende Bauten und Architektur in Bayern zeigt eine aktuelle Ausstellung im Traunsteiner Bauamt. Sie wurde am Freitag eröffnet und ist bis 9. Dezember zu sehen.

Im Staatlichen Bauamt Traunstein ist derzeit die in Kooperation mit der Bayerischen Architektenkammer durchgeführte Ausstellung "Architektouren" zu sehen. Diese zeigt außergewöhnliche Gebäude aus ganz Bayern jeweils mit einer Ausstellungstafel, Fotos und ergänzenden Erläuterunge. Die Tafeln für die Traunsteiner Ausstellung, die unter regionalen Gesichtspunkten ausgewählt wurden, sind Teil der seit 16 Jahren durchgeführten Veranstaltung, in der die jeweiligen Objekte für Besucher geöffnet werden und besichtigt werden können. Rund 25.000 Besucher hatten davon in diesem Jahr Gebrauch gemacht. Am Freitag Nachmittag war die Eröffnung der Ausstellung in Traunstein, in der unter anderem Objekte aus Traunstein, Chieming, Altötting, Marquarstein, Rosenheim und Bischofswiesen gezeigt werden.

 

Doris Lackerbauer, Leiterin des Bereichs Hochbau im Bauamt, sagte in ihren einleitenden Worten, dass die Ausstellung eine breite Vielfalt an großen staatlichen und kirchlichen Objekten zeigen würde. Aber auch aus dem privaten Bereich seien eine Vielzahl an Bauten dabei. Die gezeigten Gebäude machen "Lust auf Qualität in der Architektur". Der Vizepräsident der Bayerischen Architektenkammer, Hans Dörr, betonte in seinem Grußwort, dass die Arbeit von Architekten in früheren Zeiten oft besonders lobend heraus gestellt worden sei. Heute würde man Architekten oft nur noch für Bauschäden und Kostenüberschreitungen verantwortlich machen.

 

Er betonte, dass der Architekt seine Tätigkeiten nicht aktiv bewerbe. "Der Architekt wirbt mit seiner Leistung, und das ist eine Architektur zum Anfassen." Die ausgestellten und gezeigten Bauten seien auch ein Bild für das "erfolgreiche Gespann" Architekt und Bauherr. Die Ausstellung mache auch schon deshalb Sinn, da Architektur immer öffentlich sei. Am Rande der Ausstellungseröffnung machte er deutlich, dass seiner Überzeugung nach die Privatisierung der Bauverwaltungen, wie sie in manchen Bundesländern umgesetzt wurde, ein Fehler sei. Bayern würde von vielen inzwischen für sein Festhalten am bestehenden System beneidet werden.

 

In seinem Impulsvortrag nutzte Oberbürgermeister Manfred Kösterke die Gelgenheit, die städtischen Planungen zur Klosterkirche und zur Städtischen Galerie vorzustellen, die zusammen zu einem Kunst- und Kulturzentrum weiterentwickelt werden sollen. Im kommenden Jahr will die Stadt hier nach der Erarbeitung der Ausschreibung einen Realisierungswettbewerb veranstalten. Von einer erfolgreichen Umsetzung der über mehrere Jahre geplanten Maßnahme erwartet sich das Stadtoberhaupt nicht nur einen "Riesen-Impuls für die Kultur, sondern für die ganze Stadt". Dies sei alleine schon aufgrund der exponierten Lage der Gebäude zu erwarten.

 

Die Ausstellung im Staatlichen Bauamt Traunstein in der Rosenheimerstraße 7 ist noch bis zum 9. Dezember geöffnet. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 16 Uhr und am Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr.

Autor: Andreas Wittenzellner

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