24.01.2012
Straubing
Straubinger Volleyballerinnen in Sorge: Eichinger und Niemczyk erkrankt
Trainer-Drama bei den FTSV-Damen

Foto: dc
Niederlagenserie bei den Zweitliga-Volleyballerinnen des FTSV Straubing – und jetzt sind auch noch beide Trainer erkrankt
Eine böse Klatsche setzte es am Sonntag für die Volleyballerinnen des FTSV Straubing gegen die „Zweite“ der Roten Raben Vilsbiburg: Mit 0:3 (21:25, 20:25, 10:25) musste sich der FTSV im Niederbayern-Derby geschlagen geben – es war bereits die vierte Niederlage in Folge.
Vorwürfe der Verantwortlichen gab es trotzdem nicht. Zu viele Nackenschläge hatte der Zweitliga-Aufsteiger im Vorfeld einstecken müssen, als dass eine vernünftige Leistung möglich gewesen wäre. Zuspielerin Martina Novotna bekam unmittelbar vor der Partie einen Ball so unglücklich gegen den Kopf, dass sie mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausfiel. Top-Angreiferin Valeria Fedosova, geplagt von einer Kapselverletzung, lief zwar auf, blieb jedoch im Angriff ohne die gewohnte Durchschlagskraft. Und dann war da noch die quälende Sorge um den Cheftrainer.
Wie FTSV-Geschäftsführer Heiko Koch auf Wochenblatt-Nachfrage erklärte, war Coach Mathias Eichinger (Foto) in der vergangenen Woche wegen seines zu hohen Blutdrucks behandelt werden. Offenbar traten nach Einnahme der Medikamente Nebenwirkungen auf. Die Folge: Der 57-Jährige war ans Bett gefesselt. Dass Eichinger auch an Herzrhythmusstörungen leidet, wie am Sonntag aus Clubkreisen verlautbarte, konnte Koch nicht bestätigen. „Davon“, so Koch, „ist mir nichts bekannt.“
Wie lange Eichinger nicht zur Verfügung steht, ist derzeit offen. Gegen die Roten Raben übernahm mit Andrzej Niemczyk (Foto unten) ein jahrelanger Weggefährte Eichingers das Kommando auf der Trainerbank. Doch auch Niemczyk fällt als Interimslösung aus. Am Montag wurde der ehemalige deutsche Nationaltrainer ins Krankenhaus eingeliefert. Verdacht auf schweren Bandscheibenvorfall!
„Wir haben eine schlechte Phase“, umschreibt Koch die Situation. Sollten Eichinger und Niemczyk nicht zur Verfügung stehen, werde es „keine externe Lösung“ geben. Will heißen: Nachwuchstrainer Wolfgang Schellinger, im Besitz des geforderten A-Scheins könnte offiziell das Coaching übernehmen, souffliert von „Co“ Andrea Grüll und wohl auch Heiko Koch, der ja im vergangenen Jahr als Coach die Straubingerinnen in die 2. Bundesliga führte.
Dass der FTSV trotz der Pleitenserie noch in Abstiegsgefahr geraten könnte, glaubt Koch indes nicht. Das Team habe eine „sehr gute Hinrunde“ gespielt und sich eine hervorragende Ausgangsposition verschafft. Hochstens zwei Siege in den verbleibenden zehn Saisonspielen seien notwendig um den Ligaverbleib definitiv zu sichern. Vielleicht gelingt ja ein wichtiger Schritt bereits am kommenden Sonntag, 29. januar, wenn die FTSV-Damen bei der TG Bad Soden antreten. Die Vorzeichen stehen nicht schlecht: Das Hinspiel gewannen die Straubingerinnen mit 3:2-Sätzen. Koch ist zuversichtlich: „Die liegen uns.“
Autor: Dominic Casdorf
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