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11.08.2012 Straubing

Offizielle Volksfesteröffnung

Seehofer kommt in Spendierhosen

Seehofer
Foto: Sussbauer
Das Gäubodenvolksfest 2012 ist nun auch offiziell eröffnet. Durch niemand geringeren als Ministerpräsident Horst Seehofer. Der kam gut gelaunt und zeigte sich sehr spendierfreudig. Er hatte gleich mehrere Geschenke im Gepäck.

Das Jubiläums-Gäubodenvolksfest ist offiziell eröffnet. Der bayerische Ministerpräsident persönlich gab den Startschuss zum 200. Geburtstag. Doch zuerst trat Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr ans Rednerpult, kämpfte sich tapfer durch einen wahren Begrüßungsmarathon und kam letztlich zu dem, was fast schon zur Eröffnungstradition gehört: Die Wünsche Straubings an die Regierung. ”Dieses Jahr habe er gleich zwei“, sagte ein gut gelaunter OB, “der erste wäre ganz einfach zu erfüllen, der zweite schon nicht mehr ganz so billig, aber wichtig“.  Also eine klare Aussage vom Ministerpräsidenten zum Thema Hochschulstadt und zum barrierefreien Ausbau des Straubinger Bahnhofs.

 

Dann lieferte der Oberbürgermeister auch eine Erklärung, wie das Gäubodenvolksfest entstanden ist. So sei der Himmelvater von einem Engel gebeten worden, er möge doch für ein paar Tage das Paradies wieder aufmachen. Und das tat der Himmelvater auch und hat sich dafür Straubing ausgesucht.

 

Dann übergab der OB das Rednerpult an seine königliche Hoheit Prinz Ludwig von Bayern. Der junge, gutaussehende Prinz ließ es sich dann auch nicht nehmen ein Grußwort an die Gäste zu richten. Und plötzlich war es ruhig im Zelt. Doch nicht weil die Rede so ergreifend war, nein, die Menge war ein Stück weit entsetzt, dass dem Prinz Ludwig von Bayern kein einziges bayerisches Wort über die Lippen kam. "Des gibt's ja net, da Prinz von Bayern is a Preiss …" konnte man es an vielen Tischen raunen hören.

 

Ein Vorwurf, den sich der nächste Redner sicher nicht gefallen lassen musste: Landrat Alfred Reisinger klang im direkten Vergleich wesentlich heimatnäher. Er freute sich besonders darüber, dass über 100 Feuerwehler aus dem Landkreis mitgeholfen haben, beim traditionellen Auszug zum Festplatz für Sicherheit zu sorgen. "Das ist Nachbarschaftshilfe, das ist für uns selbstverständlich“, so Reisinger.

 

Dann war es soweit und Horst Seehofer erklomm die Bühne im Festzelt Reisinger. Ihm zufolge gäbe es an diesem Wochenende nur zwei wichtige Ereignisse: Olympia in London und das Gäubodenvolksfest in Straubing. In London regne es, in Straubing scheine die Sonne … Dann kam der Ministerpräsident auch ohne große Umschweife auf die Anliegen der Gastgeber zu sprechen: "Ein erfüllter Wunsch hat automatisch Junge", so der Ministerpräsident und die Zuhörer bereiteten sich wohl innerlich schon darauf vor nett verklausulierte Absagen zu ernten. Doch Seehofer enttäuschte die Straubinger nicht: Hochschulstadt ja! Barrierefreier Bahnhof ja!

 

So eröffnet man ein Volksfest! Jawohl!

 

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Autor: ss

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