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23.05.2012 Straubing

Stranninger soll's richten

Reinhold Perlak tritt 2013 nicht mehr an

SPD
Foto: Sussbauer
Nach drei Jahrzehnten Politik ist für Reinhold Perlak 2013 Schluss. Der Landtagsabgeordnete tritt nicht zur Wiederwahl an. In seine Fußstapfen soll Peter Stranninger treten.

Früh positioniert sich die SPD für die kommenden Landtags- und Bezirkswahlen 2013. Sowohl personell als auch inhaltlich bekennen die Sozialdemokraten schon weit im Vorfeld Farbe und setzen damit indirekt auch den politischen Gegner unter Druck. Bei der Union ist man sich in Personalfragen noch alles andere als einig.

 
 
Dabei begann die Bekanntmachung der SPD’ler am Montagnachmittag gleich zu Beginn mit einer Überraschung. Landtagsabgeordneter Reinhold Perlak stellt sich 2013 nicht zur Wiederwahl. Nach drei Jahrzehnten in der Politik ist für ihn Schluss. „Man muss wissen, wann es gut ist. Ich kann mit gutem Gewissen auf ein erfülltes Arbeitsleben zurückblicken“, so Reinhold Perlak mit etwas Wehmut. Zum Zeitpunkt der Wahl 2013 wird Perlak 68 Jahre alt sein. Das Alter nennt er auch als Grund, nächstes Jahr in den Ruhestand zu gehen. Als seinen Nachfolger schickt Perlak den 42-jährigen stellvertretenden Bezirksvorsitzenden und Straubinger Stadtrat Peter Stranninger ins Rennen. Er soll Perlaks Landtagsmandat bei der nächsten Wahl verteidigen. Perlak spricht Stranninger die dazu notwendige Kompetenz, den Fleiß und auch die politische Erfahrung zu.
 
 
Stranninger seinerseits ist sich der großen Fußstapfen wiederum durchaus bewusst und versichert alles zu tun, um diese auch bestmöglich auszufüllen. Dazu führt der kommende Landtagskandidat auch gleich eine ganze Palette an Themen auf, mit der er die Wähler für sich und die SPD begeistern möchte: Bessere Kinderbetreuung und Abschaffung der Studiengebühren, mehr Studenten nach Straubing, eine bessere Entwicklung von Stadt und ländlichem Raum sowie den Schutz der freifließenden Donau hat er sich auf seine Fahnen geschrieben.
 
 
Und eine weitere Personalie wurde am Montagnachmittag bekannt gegeben: Für die Bezirkswahl wird der Vorsitzende Heinz Uekermann ins Rennen gehen. Der 63-jährige Lehrer aus Mitterfels sieht die Zuständigkeiten des Bezirks eng verbunden mit sozialdemokratischen Kompetenzen.
 
 
Moderiert wurde die SPD-Veranstaltung vom Fraktionsvorsitzenden Fritz Geisperger, der unter vorgehaltener Hand als kommender OB-Kandidat der SPD gehandelt wird. Dieser verriet am Rande, dass man bei der nächsten Wahl auch einen Kandidaten für das Amt des Landrats benennen werde. Wer das sein wird, wurde allerdings noch nicht verraten. Hier darf die Gerüchteküche also noch ein bisschen brodeln.
Autor: ss

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