28.09.2011
Straubing
Gäubodenvolksfest-Wirtesprecher Martin Lechner skeptisch
"Es rechnet sich nicht": Wer will eigentlich das siebte Volksfestzelt?

Foto: marspics.de
Zum Gäubodenvolksfest 2012 in Straubing soll es ein weiteres Festzelt geben – der Wirtesprecher äußert jedoch Bedenken
Zum 200-jährigen Jubiläum des Straubinger Gäubodenvolksfestes im kommenden Jahr haben sich der Aufsichtsrat der Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH (SAUV) und der Festausschuss am Freitag auf eine Neuerung verständigt, die nun dem Stadtrat empfohlen wird. Das bestehende Festkonzept mit sechs Festzelten und dem entsprechenden Schaustellerbereich soll 2012 um einen historischen Volksfestbereich ergänzt werden. Darin soll zusätzlich ein traditionelles Festzelt platziert werden (wir berichteten).
Als Standort vorgesehen ist das Gelände zwischen dem ehemaligen Fünfer-Looping und der Fraunhoferhalle. Das dort platzierte Festzelt soll eine Größenordnung von 1.000 bis 1.500 Sitzplätzen haben und, wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, künftig von der Röhrl-Brauerei beliefert werden. Ob aber die Interessenten für ein Zelt dieser Größenordnung tatsächlich Schlange stehen, muss abgewartet werden.
„Die Investitionen für so ein kleines Zelt stehen in keinem Verhältnis zum Ertrag“, erklärt etwa Gäubodenvolksfest-Wirtesprecher Martin Lechner, der aktuell zwar ein großes Zelt bewirtschaftet, jedoch sieben Jahre lang ein ähnlich kleines hatte. „Man hat fast die gleichen Kosten wie bei einem großen Zelt, und für einmal rechnet es sich nicht“, so Lechner. Mit dieser Einschätzung steht Lechner offenbar nicht alleine da, deshalb könnte das siebte Zelt nicht nur 2012, sondern dauerhaft auf dem Gäubodenvolksfest etabliert werden.
Gleichzeitig gibt es offenbar Begehrlichkeiten hinsichtlich der Ochsenbraterei von Wirtin Barbara Beck-Zellner. Alle Festzelte werden demnächst wieder zur Vergabe ausgeschrieben – und für das Beck-Zelt gibt es angeblich einige Bewerber. Die Entscheidung ist offen. Beck-Zellner selbst hat aber kürzlich gegenüber dem Wochenblatt erklärt, dass sie auch in Zukunft das Zelt weiter betreiben wolle.
Ein siebtes Zelt soll kommen, dafür sind Spekulationen über eine Verlängerung des Volksfestes 2012 wohl vom Tisch. SAUV-Aufsichtsrat und Festausschuss haben sich in der letzten Woche auf eine Dauer von elf Tagen (10. bis 20. August) verständigt. Der Straubinger Stadtrat wird nun in seiner Sitzung am Montag, 24. Oktober, über die Empfehlungen des SAUV-Aufsichtsrats und des Festausschusses beraten
Autor: ch/dc/ss
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