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24.05.2012 Waidhaus/Wernberg

Fahrzeug war umgebaut

Zöllner stellen 64.000 Kippen sicher


Kürzlich kontrollierten Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege Waidhaus des Hauptzollamts Regensburg einen aus Tschechien kommenden Pkw; sie machte reichlich „Beute".

 

 
Auf Befragen gaben die beiden Osteuropäer an, nur Waren innerhalb der erlaubten Freimengen mit sich zu führen. Als Reiseziel nannte der 42-jährige Fahrer Frankreich, um dort seinen Onkel zu besuchen.
 
Das nervöse Verhalten der Reisenden während der Kontrolle veranlasste die Zollbeamten, das Fahrzeug etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei stellten die Zöllner Unregelmäßigkeiten bei der Tankaufhängung sowie an der kompletten Auspuffanlage fest. Nach Entfernen einiger Gummistopfen wurden durch die kleinen Öffnungen Zigarettenschachteln sichtbar.
 
Eine Überprüfung in der Röntgenanlage in Wernberg brachte schließlich Gewissheit: Von der Vorderachse bis zum Fahrzeugheck befand sich ein doppelter Boden, der speziell für Schmuggelfahrten angebracht wurde.
 
In dem Schmuggelversteck (ca. fünf Quadratmeter), das erst nach Entfernen aller Fahrzeugsitze zugänglich war, befanden sich 320 Stangen Zigaretten.  Der verhinderte Steuerschaden beläuft sich auf ca. 13.000 Euro.
 
In der Vernehmung gaben die beiden Beschuldigten weitere Schmuggelfahrten zu, die Ermittlungen hierzu dauern an. Die weitere Sachbearbeitung übernahm das Zollfahndungsamt München, Dienstsitz Weiden.  
Autor: pm / ra