03.02.2012 Städtedreieck
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Gründung von „Alex sagt Nein"

Umgehung: Bürger kämpfen für „coole" Lösung

Alex sagt Nein
Foto: pm
Am Samstag gründet sich offiziell die Bürgerinitiative „Alex sagt Nein", die sich gegen die aktuell favorisierte Trasse einer Umgehungsstraße fürs Städtedreieck richtet. Der Protest wirkt gut aufgestellt.

 

In gewisser Weise ist der Name irreführend: „Alex sagt Nein“ heißt die Bürgerinitiative, die sich mit dem Thema „Umgehungsstraße für das Städtedreieck“ befasst. Die Mitglieder der Initiative sind jedoch nicht generell gegen dieses Straßenbauprojekt, sondern „nur“ gegen die aktuell favorisierte „Preihsl-Trasse“.
 
Diese nach dem Planungsbüro Preihsl & Schwan benannte Streckenführung kritisiert Franz Schmidkunz als „unglaublich schlecht“.  Der Maxhütter Schmidkunz ist einer der Köpfe der Bürgerinitiative, die alle Interssierten und Gleichgesinnten am Samstag (15 Uhr) ins Schützenhaus von Maxhütte-Haidhof einlädt.
 
Was ist tatsächlich so schlecht an der „Preihsl-Trasse“, die doch in den letzten Wochen von nicht wenigen Politikern aus Burglengenfeld, Teublitz und Maxhütte-Haidhof sehr gelobt wurde? Auf diese Frage kann Schmidkunz einen ganzen Strauß von Antworten präsentieren, die sich wie folgt zusammmen fassen lassen: Diese Umgehung würde in Sachen Verkehrslärm-Reduzierung unterm Strich wirkungslos bleiben und überdies verheerende ökologische Folgen im Weihergebiet nach sich ziehen. Auch in städtebaulicher Hinsicht sei sie fragwürdig.     
 
Wörtlich sagt Schmidkunz: „Die Probleme des Schwerlastverkehrs werden nur von einem Bereich auf den anderen verlagert. Das kann nicht der Sinn eines kostspieligen Straßenneubaus sein.“
 
Die BI-Mitglieder wollen sich allerdigs nicht nur als „Nein-Sager“ hervortun, sondern auch Gegenvorschläge machen. Schmidkunz propagiert eine Trasse, die die Hugo-Geiger-Siedlung großräumig im Norden umgeht, durchs Läpple-Gelände führt und bei der Tongrube Teublitz heraus kommt.
 
„Diese Variante drängt sich auf, besonders weil von ihr keine Anwohner betroffen sind. Ich würde das eine coole Lösung bezeichnen”, meint Schmidkunz, der noch eine zweite Alternative in petto hat: Den Schwerlastverkehr aus den Orten verbannen und zur Benutzung bereits bestehender Straßen (inklusive der Autobahn) zwingen.
 
Schmidkunz und seine Mitstreiter sind bereit für den Kampf gegen die „Preihsl-Trasse“. Neben dem Kontakt zu den Medien und einer eigenen Facebook-Seite „Nein zur Umgehung“ pflegen sie auch schon einen engen Dialog zur Politik. Am gestrigen Dienstag hatten sie einen Termin bei Landrat Volker Liedtke, die nächsten stehen bei Bezirks- und Landesregierung an. Das „Nein“ von „Alex“ wirkt fundiert… 


Autor: Rainer Wendl
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