Suchaktion abgebrochen:
Schwandorf rückt jetzt dem Krokodil im Klausensee mit Fotofallen auf den Leib

Es bleibt verschwunden, das Klausensee-Krokodil. Am Dienstagabend hatten sich gegen 21.30 Uhr rund 70 Helfer von BRK, Wasserwacht, THW und Feuerwehren am mittleren Klausensee in Schwandorf eingefunden, um zusammen mit Reptilienexperten nach dem Tier zu suchen. Sechs Boote wurden zu Wasser gelassen, die in einem Abstand von etwa 20 Metern zum Ufer den See absuchten, allerdings nur paddelnd, denn der Schiffsmotor könnte das Tier verschrecken. Nun hoffte man, durch das Scheinwerferlicht das Tier anlocken zu können. Man halte vor allem Ausschau nach den Augen, in denen sich das Licht spiegle. Aufgrund des einsetzenden Regens wurde dies unmöglich, die Suchaktion wurde nach kurzer Zeit wieder abgebrochen.
"Wir nehmen die Gefahr durchaus ernst", so Oberbürgermeister Helmut Hey gegenüber dem Wochenblatt. Ziel sei es, "Sicherheit und Gewissheit zu schaffen". Die Kosten für den Einsatz trage die Stadt Schwandorf, das Aufgebot von 70 Mann sei wegen der Größe des Sees durchaus angemessen. Da das Tier nicht gefunden werden konnte, tritt nun Plan B in Kraft, so Hey. Da sich die Tiere gerne in die Sonne legen, um Wärme aufzutanken, werde man Fotofallen aufstellen, um so das Tier zu erwischen. "Sollte die Auswertung der Aufnahmen keine konkreten Anhaltspunkte für die „Anwesenheit“ eines Reptils ergeben, so sind keine weiteren Maßnahmen mehr geplant. In Folge kann dann voraussichtlich Anfang nächster Woche auch das Badeverbot für den mittleren Klausensee wieder aufgehoben werden", heißt es dazu von Seiten der Stadt.
Fotofallen haben ja in letzter Zeit so einiges ans Licht gebracht: den Österreichischen Politiker, der sich zum Schäferstündchen mit seiner Geliebten im Wlad getroffen hat, oder auch einen Schakal, der sich in den Bayerischen Wald verirrt hat. Wir dürfen also gespannt sein, was am mittleren Klausensee auftauchen wird.
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