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02.10.2012 Amberg

In Amberg unterwegs

Polizei warnt vor rumänischen Bettlerbanden


„Meine Familie und ich haben unser Haus durch ein Hochwasser verloren. Bitte helfen sie uns“ – mit solchen oder ähnlich lautenden Inhalten ziehen derzeit in Amberg wieder vermehrt rumänische Bettler von Haus zu Haus.

 

Die meist organisiert auftretenden  Bettlergruppen versuchen auf diese Weise das Mitleid der Menschen zu erwecken und diese zu einer Spende zu bewegen. Gleich mehrere solcher Mitteilungen über umherziehende Bettler gingen seit Wochenbeginn bei der Polizeiinspektion ein.
 
Zwei von ihnen, eine Frau mit ihrem Kind, konnten die Ordnungshüter schließlich auf dem  Fallweg antreffen. Bei einer Überprüfung auf der Dienststelle stellte sich heraus, dass es sich um eine 35-jährige Rumänin und ihre elfjährige Tochter handelte.
 
Beide waren in der Vergangenheit bereits wiederholt auffällig. Mutter und Tochter führten Bettelkarten mit sich, die sie während  ihrer Mitleidstour  vorgezeigten. Die Karten sind mit offensichtlich gefälschten Siegeln versehen und  erwecken damit den Eindruck eines amtliches Schreibens.
 
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wird ein Verfahren wegen versuchten Betrugs und Urkundenfälschung eingeleitet. Nachdem beide keinerlei Barmittel mitführten, wurden sie nach ihrer Vernehmung wieder entlassen.
 
Die Polizei weist darauf hin, dass es sich bei diesem Personenkreis in aller Regel um Angehörige organisierter rumänischer Bettlerbanden handelt, die derzeit mehrmals pro Woche im Stadtgebiet, aber auch in den Landkreisgemeinden unterwegs sind. Das beschriebene Unheil haben sie in aller Regel nie erlitten. Vielmehr wird auf diesem Weg nur versucht das Mitleid der Bevölkerung zu erregen, um an Geld zu gelangen.
 
Es wird dringend abgeraten, diesen Personenkreis Geld zu geben oder gar ins Haus zu lassen. Stattdessen sollten lieber  tatsächlich hilfsbedürftige Menschen über zertifizierte Hilfsorganisationen unterstützt werden. 
Autor: pm / ra

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