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24.07.2012 Neunburg

Am Wochenende

Neunburg lädt zum Mittelaltermarkt


Foto: pm
Im Stadtpark von Neunburg vorm Wald hält das Neue Mittelalter Einzug: Ritter, Gaukler und Co. bitten am 28. und 29. Juli zu einem farbenprächtigen und ausgelassenen Fest.

 

Über 40 Händler, 14 historische Gruppen und ein Programm mit vielen Höhepunkten machen den Mittelmarkt mit Hussitenlager zu einem besonderen Erlebnis.
 
Seit 1990 feiern die alten Rittersleut‘ jeden Sommer ein Comeback. Der Festspielverein „Vom Hussenkrieg“ stellt das älteste Mittelalterfest im Landkreis Schwandorf auf die Beine. Für zwei Tage lebt eine längst vergangene Zeit wieder auf und die Besucher werden mit auf eine fantastische Reise genommen. Wenn Schwerter klirren, Feuerspucker ihre heiße Kunst zeigen und kühler Met gereicht wird, steht die Zeitmaschine unter Volldampf.
 
Fast 24 Stunden kann das Publikum an beiden Tagen im Mittelalter verbringen. Der Markt ist am Samstag von 12 bis 24 Uhr und am Sonntag von 11.30 bis 22 Uhr geöffnet. Hauptattraktionen sind am Samstag das historische Fischerstechen sowie abends das Feuerspektakel der „Ameno Signum“, am Sonntag wird das hussitische Turnier ausgetragen und Feuerspiele der „Nachtlichter“ setzen am Abend den Schlusspunkt unter das Spektakel. Weitere Höhepunkte an beiden Tagen sind die Späße und Kunststücke von Gaukler „Sepp Schabernack“, Schaukämpfe, historische Tänze, Bruchenball und das „Turnier der Kinder“. 
 
 Ein vielfältiges Angebot wartet an den über 40 Marktständen: Unter anderem gibt es Waffen und Rüstungen, historische Gewandung, alte Spiele, Heilsteine, Schmuck sowie Korbwaren. Auch Handwerkskunst gezeigt: Ein Scherenschleifer bearbeitet stumpfe Messer und Scheren, die von den Besuchern mitgebracht werden können, direkt vor Ort. Ihre Fähigkeiten führen auch Schmiede, ein Seiler, Zinngießer, Schuster und Besenbinder vor.
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Langeweile kommt im Mittelalter jedenfalls keine auf: Stelzengeher marschieren umher, Schaukämpfer und Minnesänger unterhalten das Publikum, und das Lagerleben kann in vollen Zügen genossen werden. Beim Bogenschießen und Messerwerfen dürfen die Besucher selbst aktiv werden und ihre „Ritter-Fähigkeiten“ unter Beweis stellen.
 
Für das Leben im Lager sorgen 14 historische Gruppen, die teils schon seit Jahren für dieses Fest nach Neunburg kommen: Neben Ameno Signum, Castra Vita, dem Sommeregger Haufen und den Landsknechten von Wolfsegg, schlagen auch die Bernauer Helen-Schützen, die Fränkischen Armbruster, „Pro Patria Mori“, die Hofmark Ebermannsdorf, der „Freundeskreis König Rupprecht“,  die „Monoceres ac Draces“, „Kamuri“, das Pressather Fähnlein, die Bruderschaft der Askanier und die Gruppe „zu Sonnental“ ihre Zelte im Stadtpark auf.
 
Für stilechte Musik an den beiden Markttagen sorgen die Hofmusik des Neunburger Festspiels, die Gruppen „Musica Canora“ und „Flagrans“ (beide aus Tschechien) sowie der Heidecker Trommlerhaufen. Die Verpflegung aller Zeitreisenden übernimmt der Festspielverein, aber auch an den Marktständen gibt’s Leckereien vom kühlen Eis über Käsespätzle und Crêpes bis hin zu Fisch-Spezialitäten und einem starken Mokka. 
 
Der Eintritt in den Markt beträgt 2,50 Euro. Für Kinder wird ein Euro verlangt, „unter Schwertmaß“ kommen sie umsonst ins Lager. Der Eintritt für beide Tage beträgt 4 Euro bzw. 1,50 Euro.
Autor: pm / ra

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