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17.04.2012 Rom

Schieder in Rom

Kunz-Buch und Spielkarten für den Papst


Als Mitglied der bayerischen Delegation konnte die Wernebrger Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder an den Geburtstagsfeierlichkeiten für Papst Benedikt XVI. im Vatikan teilnehmen und persönlich die Glückwünsche für den Freistaat mit überbringen.

 

 
Als kleine Aufmerksamkeit hatte sie dem Heiligen Vater ein Büchlein über Konrad Max Kunz mitgebracht, den in Schwandorf geborenen Komponisten der Bayernhymne. Deshalb freute sich die SPD-Bundestagsabgeordnete besonders, als zum Ende der kurzen Feier Papst Benedikt beim Lied der Bayern eifrig mitsang.
 
Außerdem hatte sie noch Schafkopfkarten zum Geschenk gepackt, da sie gehört hatte, der Papst würde das urbayerische Spiel ebenfalls beherrschen. Marianne Schieder hofft nun, dass sich auch im Vatikan ab und zu vier Bayern für eine Kartenrunde finden werden.
 
„Insgesamt war die kurze Reise nach Rom zwar anstrengend aber doch ausgesprochen beeindruckend“, so Marianne Schieder. Man konnte deutlich sehen, wie sich der Heilige Vater über die vielen Landsleute und ihre Aufwartung freute.
 
Die Abgeordnete hofft, dass das Kirchenoberhaupt trotz seines hohen Alters noch die Kraft hat, die Kirche durch Erneuerung in die Zukunft zu führen. „Damit hätten wir nicht nur einen bayerischen Papst, sondern auch einen, der die Anliegen der vielen engagierten Gläubigen hört und in seiner Amtsführung berücksichtigt.“
 
Sie gebe die Hoffnung nicht auf, dass Benedikt XVI. in Zukunft vielleicht wieder mehr den jungen Joseph Ratzinger und die progressiven Ideen aus seinen frühen Schriften sichtbar werden lasse. „Dann könnte ein positiver Ruck durch diese Kirche gehen!“, resümiert die SPD-Abgeordnete.
 
„Vielleicht wäre es dann auch möglich“, ergänzt sie mit einem Augenzwinkern, „dass der Papst mit seinen Landsleuten nicht auf Latein, sondern in seiner Muttersprache den Gottesdienst feiern würde, so wie es das II. Vaticanum vorsieht.“
Autor: pm / ra

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