Die Künstlerin sagt dazu: "Da der Mensch doch eher narzisstisch eingestellt ist und man somit davon ausgehen kann, dass er sich gerne selbst betrachtet, liegt es nahe, an einer Sitznische die Möglichkeit der Betrachtung und gegebenenfalls auch des Mimenspiels zu geben." Ihren englischen Schriftzug übersetzt sie so: "Ich grüße mich in dir bzw. Europa." Das bedeute: "Auch ich bin Europa, in mir steckt Europa, genauso wie in jedem anderen Menschen. Denn letztlich formen/bilden wir doch zusammen den europäischen Gedanken."
Bürgermeister Heinz Karg sagte, im Rahmen des Kunstwettbewerbs habe man bei der Auswahl der Werke auch berücksichtigt, "dass sich am Stadtgraben wegen der nahen Realschule viele Jugendliche bewegen, die zur Auseinandersetzung mit der Kunst angeregt werden solle"“. Das scheint zu funktionieren: Franziska Luber erzählte, dass sie während der Montage ihrer Arbeit von einigen Schülern angesprochen worden sei. Deren Reaktionen reichen von "Was bedeutet das?" bis zu "Sieht aus wie der Nutella-Schriftzug".
Die Künstler Markus Wurmer und Jürgen Böhm warten für die Werke in ihren Nischen noch auf Material. Stadtbaumeister Franz Haneder geht davon aus, dass auch die Gestaltung der noch fehlenden Nischen bis zum Bürgerfest abgeschlossen ist.
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