Die Wochenblatt App
24.07.2012 Burglengenfeld/Nabburg

Umfrage-Ergebnis präsentiert

Kennzeichen: Auch „NAB" hat viele Fans

Kennzeichen-Umfrage
Foto: Stadt Burglengenfeld
Neues zum Thema „alte Kennzeichen“: Nicht nur das Burglengenfelder „BUL“, sondern auch das Nabburger „NAB“ könnte eine Wiedergeburt feiern.

 

 
Wie bereits berichtet, wünschen sich rund 67 Prozent der befragten Einwohner Burglengenfelds das frühere Auto-Kennzeichen „BUL“ zurück. In Nabburg wollen sogar 70 Prozent der Befragten ihr Altkennzeichen „NAB“ wieder haben. Das sind die Ergebnisse zweier Befragungen im Rahmen des Forschungsprojekts „Heilbronner Initiative Kennzeichenliberalisierung“.
 
An deren Spitze steht Prof. Dr. Ralf Bochert (Bild) von der Hochschule Heilbronn. Er sagt: „Die Wiedereinführung des Altkennzeichens bringt den Städten mehr Aufmerksamkeit.“ Im April fanden die Befragungen in Burglengenfeld und Nabburg statt. Die Ergebnisse sind ähnlich.
 
In Burglengenfeld wurden 242 Personen befragt, 67,6 Prozent äußerten Zustimmung zu einer Wiedereinführung des Altkennzeichens. In Nabburg wurden 181 Personen befragt, 70,5 Prozent wollen wieder NAB auf ihrem Nummernschild haben. Die Masse der Befragten stammte jeweils aus Burglengenfeld und Nabburg selbst. Bei den Bewohnern der jeweiligen Altlandkreise ist die Zustimmung niedriger. 
 
Im Burglengenfelder Rathaus hat Prof. Bochert diese Ergebnisse präsentiert. Er sagt: „Städte sind Produkte.“ Demnach sei ein Kennzeichen wie BUL eine Marke, ein Symbol für die Stadt. Dies eröffne die Chance auf eine „wieder erhöhte äußere Wahrnehmung“.
 
Die Hochschule Heilbronn untersucht Möglichkeiten, um auslaufende Kfz-Kennzeichen wieder einzuführen oder durch Gebietsreformen gefährdete Kennzeichen zu erhalten. Betroffen sind in Deutschland laut Bochert etwa 370 Städte. Burglengenfeld und Nabburg seien dabei als typisch einzuordnen: „Es sind viele historische Städte darunter, die interessant sind.“ Auffällig sei, dass sich gerade die jüngere Generation für die Rückkehr zu BUL und NAB stark mache. 
 
Noch ist das in Bayern allerdings Zukunftsmusik. Laut Bayerischem Städtetag will das Bundesverkehrsministerium es den Ländern voraussichtlich zum 1. November 2012 ermöglichen, die früheren Kfz-Kennzeichen wieder einzuführen, die bis zu den jeweiligen Gemeindegebietsreformen gegolten hatten. Das bayerische Wirtschaftsministerium überlegt, diese Altkennzeichen in Bayern als „Wunschkennzeichen“ für diejenigen Landkreise wieder zu ermöglichen, die sich ausdrücklich dafür aussprechen. 
 
Der Bayerische Städtetag unterstützt die Initiative zur Wiedereinführung früherer Kfz-Kennzeichen. Der Landkreistag aber spricht sich massiv dagegen aus. In Burglengenfeld wird sich der Stadtrat laut Pressesprecher Michael Hitzek in einer der nächsten Sitzungen mit dem Thema befassen.
Autor: pm / ra

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort: