Er sieht die vor zehn Jahren begonnene Arbeitsmarktreform mehr als kritisch. „Ein-Euro-Jobs, mehr Mini-Jobs und befristete Beschäftigungsverhältnisse sowie ein Boom bei Leih- und Zeitarbeit – das vermeintliche Jobwunder durch die Hartz-Reformen hat sich bei näherem Hinsehen als ‚mehr Schein als Sein’ entpuppt. Wo es tatsächlich eine Steigerung gegeben hat, ist der Niedriglohnbereich“, so Allert. Zudem lebten durch Hartz IV viele Menschen am Rande des Existenzminimums. Für sie sei die „gelobte Arbeitsmarktreform“ zur Armutsfalle geworden.
Auch mit Blick auf die Langzeitarbeitslosigkeit sieht sich der IG BAU-Gewerkschaftssekretär in seiner Kritik bestätigt. „Erklärtes Ziel der Reform war es, die Langzeitarbeitslosen aus dem Abseits zu holen. Das hat nicht geklappt.“ Als Beispiel nannte der IG BAU-Gewerkschaftssekretär die Zahl der Dauerbezieher. „Zu Beginn dieses Jahres gab es im Kreis Schwandorf mehr als 540 Arbeitslose, die 2 Jahre oder sogar länger von Hartz IV lebten. Das sind immerhin 55,5 Prozent aller arbeitssuchenden Hartz IV-Empfänger. Das zeigt, dass viele Arbeitslose vom Sozialgeld nicht mehr wegkommen“.
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