18.11.2011 Burglengenfeld

Büste soll Platz zieren:

Dietrich Bonhoeffer bekommt Denkmal in Burglengenfeld


Auf dem Bonhoeffer-Platz in Burglengenfeld haben die Bauarbeiten für eine Stufenanlage samt Freifläche begonnen. Sie sollen im Laufe der nächsten Woche bis auf den Feinschliff abgeschlossen werden. Bürgermeister Heinz Karg plant zudem einen Kunstwettbewerb: Eine Büste soll künftig an den Namensgeber des Platzes, den lutherischen Theologen Dietrich Bonhoeffer erinnern.

Im März 2010 war es der Stadt nach zähen Verhandlungen gelungen, mit der Bayern-Alm einen Schandfleck im Herzen der Stadt abreißen zu lassen. Später erwarb die Stadt das dazugehörige Grundstück. Bereits im April 2010 hatte Franz Haneder, Leiter des Fachbereichs Hoch- und Tiefbau im Rathaus, einen Plan vorgestellt, der eine Erweiterung des Bonhoeffer-Platzes vorsah. Eine Stufenanlage führt künftig zu einer Freifläche, die zum Beispiel beim Bürgerfest als Bühne genutzt werden kann. Zudem sind im Rathaus bereits Anfragen nach einer gastronomischen Nutzung eingegangen. "Ich freue mich, dass die Neugestaltung noch vor Abschluss der Arbeiten so große Akzeptanz und so großes Interesse hervorruft", so Bürgermeister Karg. Der Platz werde weiter aufgewertet und zusätzlich mit Leben erfüllt. Die Bauarbeiten erledigt eine heimische Firma, die Kosten liegen bei rund 48.000 Euro.

 

Mit einer Büste will die Stadt an den Namensgeber des Platzes erinnern: Der lutherische Theologe Dietrich Bonhoeffer wurde am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg in der nördlichen Oberpfalz auf persönlichen Befehl von Adolf Hitler hingerichtet. Bonhoeffer gilt als einer der bekanntesten Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. "Es gibt keinen besseren Standort für so ein kleines Denkmal als den Bonhoeffer-Platz mit der evangelischen Christus-Kirche und dem evangelischen Gemeindehaus", so Karg.

 

Unabhängig von der Platzgestaltung bleibt die Möglichkeit, das Grundstück der früheren Bayern-Alm zu bebauen. Das fordern bekanntlich die Stadtplaner der Regierung der Oberpfalz sowie das Landesamt für Denkmalpflege. Die deutliche Mehrheit der Burglengenfelder dagegen schwärmt vom freien Blick auf Christuskirche und Burg.
 

Autor: pm / uh

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