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12.09.2012 Pressath

Unfälle mit vier Verletzten:

19-Jähriger fährt zum Unfallort seines Vaters und rammt dabei den Krankenwagen


Am Dienstag, 11. September, hat sich gegen 18.30 Uhr bei Pressath im Landkreis Neustadt an der Waldnaab ein Unfall ereignet, ein 47-Jähriger kam mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und kam erst viele Meter weiter im Acker zum Stehen. In der Folge verunglückte eine Angehörige des 47-Jährigen schwer, als sie zur Unfallstelle fahren wollte.

Gegen 18.30 Uhr befuhr ein 47-Jähriger aus Pressath mit einem Pkw Opel Combo die Kreisstraße 5 von Trabitz in Richtung Pressath. Im Bereich einer scharfen Linkskurve brach dem Opelfahrer das Heck seines Pkws aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit aus, das Fahrzeug kam nach links von der Fahrbahn ab. Der Opel Combo spießte sich mit der Fahrzeugfront in einen Straßengraben und wurde durch die Wucht des Aufpralls ausgehoben.

 

Dabei durchbrach er mit dem Fahrzeugdach einen Obstbaum und kam nach etwa 36 Metern in einem angrenzenden Acker auf der Beifahrerseite zum Liegen. Der Fahrer hatte großes Glück, da er nur leichtere Verletzungen davontrug. Vorsorglich wurde er durch die Rettungssanitäter in das Klinikum nach Weiden verbracht. An dem völlig demolierten Opel entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 5.000 Euro. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

 

Tragischer Folgeunfall

Während der Unfallaufnahme durch die Einsatzkräfte befuhr ein 19-jähriger Pressather mit seinem Mercedes E 320 die Gegenrichtung der Kreisstraße von Pressath in Richtung Trabitz. Wie sich herausstellte, handelte es sich um den Sohn des ersten Unfallbeteiligten, der über den Unfall seines Vaters unterrichtet wurde. Er wollte sich deshalb an die Unfallstelle begeben.

 

Durch die Einsatzkräfte konnte beobachten werden, dass der 19-Jährige - in Abetracht der mittlerweile regennassen Fahrbahn - mit zu hoher Geschwindigkeit fuhr. Mit quietschenden Reifen bog er nach rechts in den Verbindungsweg "Zur Lanz" ein und konnte den Mercedes nicht mehr rechtzeitig abbremsen, weshalb er mit seiner Fahrzeugfront gegen das Heck des dort abgestellten Sanitätsfahrzeug des Roten Kreuz fuhr. In dem Rettungswagen befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwei Rettungsassistenten, die den 47-jährigen Pressather behandelten. Durch diesen Zusammenstoße erlitten sie leichtere Prellungen und Abschürfungen. Der 19-jährige Unfallverursacher blieb unverletzt.

 

In dem Fond des Mercedes befand sich zum Unfallzeitpunkt eine weitere Angehörige der Unfallbeteiligten. Nach ersten Ermittlungen zufolge hatte die 43-Jährige den Sicherheitsgurt nicht angelegt, weshalb sie durch den Zusammenstoß mit ihrem Kopf in die Kopfstütze der Fahrerseite prallte. Dadurch erlitt sie mittelschwere Verletzungen und musste ebenfalls in das Klinikum nach Weiden verbracht werden. An den beiden Fahrzeugen entstand ein nicht unerheblicher Sachschaden, dessen Höhe bislang noch nicht bekannt ist. Der Mercedes war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

 

Die Feuerwehr Pressath befand sich mit 25 Mann im Einsatz und übernahm die Absicherung der Unfallstelle und die Fahrbahnreinigung.

Autor: uh / pm

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