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26.09.2012 Hebertsfelden

Psychisch krank?

41-Jähriger sticht mit Messer seinen Nachbarn nieder

Messerattacke, Messer
Foto: Klein
Ein 41-Jähriger ging ohne erkennbaren Grund an der Wohnungstüre auf seinen Nachbarn los und stach auf diesen ein. Wie durch ein Wunder erlitt der Angegriffene nur relativ leichte Verletzungen. Der Täter ist offenbar psychisch krank.

 

Am 24. September gegen 18.15 Uhr läutete ein 41-jähriger Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Gemeindebereich Hebertsfelden an einer Wohnungstüre im Erdgeschoss. Dort wohnt ein 35-jähriger Ungar mit seiner Ehefrau und mehreren Kindern im Alter von 1 bis 12 Jahren. 
 
Bisherigen Ermittlungen zufolge stach der 41-Jährige mit einem Küchenmesser überfallartig und ohne jede Vorwarnung auf seinen 35-jährigen Nachbarn ein, als dieser die Türe öffnete. Er stach dem völlig überrumpelten Familienvater mehrere Male mit dem Messer in den Brustbereich, bevor dieser sich wehren konnte und dem Angreifer in einem Gerangel trotz der bereits erlittenen Verletzungen das Messer entreißen konnte. 
 
 
Mit dem Messer flüchtete sich der 35-jährige dann aus Angst vor weiteren Angriffen ins Freie. Auch dort wurde er weiter von dem 41-jährigen verfolgt.
 
Inzwischen hatten sowohl unbeteiligte Passanten als auch die Ehefrau des Angegriffenen die Polizei verständigt. Erste Einsatzkräfte konnten den 41-Jährigen kurze Zeit später in Tatortnähe festnehmen.
 
Der 35-jährige Geschädigte erlitt mehrere Stichwunden, die glücklicherweise keine lebenswichtigen Organe beschädigt hatten. Er wurde im Krankenhaus versorgt und konnte dieses mittlerweile wieder verlassen. Seine Familie hatte den Angriff zwar mitbekommen, wurde aber weder verletzt noch sonst in die Geschehnisse hineingezogen.
 
 
Die Motivlage des Angreifers ist derzeit noch völlig unklar. Bisherigen Erkenntnissen der Kripo Passau zufolge hat es im Vorfeld keinerlei Streit zwischen den Männern gegeben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der 41-jährige die Tat infolge einer akuten psychischen Erkrankung begangen hat. Er wurde vorläufig in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht.
 
 
In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Landshut wird wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ein Unterbringungsbefehl beantragt.
Autor: bf