wahlen
02.11.2011 Rottal-Inn

Rückgang im Landkreis

Goldener Oktober am Arbeitsmarkt

Arbeitsagentur Pfarrkirchen
Im Landkreis Rottal-Inn ist die Arbeitslosigkeit im Oktober weiter zurückgegangen.

 

Im Vergleich zum Vormonat sind 103 Personen oder sechs Prozent weniger gemeldet. Gegenüber dem Oktober 2010 sind um 230 oder zwölf Prozent weniger Arbeitslose registriert. 723 arbeitslose Menschen sind Kunden der Agentur für Arbeit, 928 sind in der Betreuung des Jobcenter Rottal-Inn. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat noch einmal um 0,1 Punkte auf 2,7 Prozent gefallen. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Oktober noch 3,0 Prozent. Verglichen mit den Landkreisen Altötting und Mühldorf (Quote jeweils 3,2 Prozent) weist Rottal-Inn aktuell die günstigste Arbeitsmarktlage auf.
 
Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt ist im Landkreis Rottal-Inn – in Relation zu den Geschäftsstellen – am größten. Im Oktober meldeten sich 528 Menschen arbeitslos, dies sind 26 oder fünf Prozent weniger als im Vormonat und um 39 oder sieben Prozent weniger als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum konnten 617 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies entspricht 137 Personen oder 18 Prozent weniger als im Vormonat und 62 Personen oder neun Prozent weniger als im Oktober 2010.
 
429 Frauen und Männer sind im Oktober ein Jahr und länger ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Mehr als drei Viertel aller Langzeitarbeitslosen (333 Personen) sind beim Jobcenter gemeldet. Im Vergleich zum September ist dieser
Personenkreis um 10 Personen (zwei Prozent) gesunken. Verglichen mit dem Vorjahr sind es um 56 Personen oder zwölf Prozent weniger. Der positive Gesamttrend beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit hat sich damit auch im Oktober fortgesetzt. 
 
Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, ist im Oktober um 5 Personen (ein Prozent) auf 591 gestiegen. Gegenüber Oktober 2010 ist ein Rückgang von 48 Personen (acht Prozent) zu verzeichnen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen im Landkreis Rottal-Inn beträgt 36 Prozent. Im Kundenkreis der Arbeitsagentur stellen die Älteren mit 43 Prozent einen besonders hohen Anteil aller Arbeitslosen dar, im Jobcenter sind es 30 Prozent.
 
Der Anteil der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren beträgt, gemessen an allen Arbeitslosen, im Landkreis Rottal-Inn 13 Prozent. Ihre Zahl ist gegenüber dem Vormonat nochmals um 52 (20 Prozent) auf 207 gesunken. Diese Entwicklung ist für die Jahreszeit üblich und auf die Abmeldung vieler junger Arbeitsloser zurückzuführen, die ein Studium oder verspätet eine Ausbildung beginnen. Auffällig ist jedoch, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Oktober 2010 um 68 Personen (25 Prozent) zurückgegangenen ist. Dies ist im Vergleich zu den Landkreisen Altötting und Mühldorf eine besonders positive Entwicklung, welche mit der handwerklich geprägten Struktur des Rottals begründet werden kann.
 
Der Bestand an offenen Stellen ist im Vergleich zum Vormonat gesunken. Mit 557 gemeldeten Stellen sind es um 46 Stellen (acht Prozent) weniger als im September. Jedoch ist der Stellenbestand weiterhin um 26 Prozent (115 Stellen) höher als im
Oktober 2010. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Die Stellenzugänge sind ein aussagekräftigerer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Oktober wurden insgesamt 224 Stellen gemeldet, dies sind um 21 Prozent (60 Stellen) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um 81 Stellen oder 27 Prozent festzustellen. Der rückläufige Stellenzugang lässt erkennen, dass sich die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt abschwächt. 
 
Der Stellenbestand verfestigt sich auf hohem Niveau, Fachkräfte sind weiterhin nachgefragt. Die Stellenzugänge resultieren hauptsächlich aus Meldungen des verarbeitenden Gewerbes, dem Baubereich, dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie dem Bereich der Dienstleistungsunternehmen. Eine Reihe von Stellen kann nicht unmittelbar besetzt werden, weil es an den nachgefragten Fachkräften fehlt. Dies ist auch der Grund für den hohen Stellenbestand.
Autor: bf