Beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsforums und der Stadt Pfarrkirchen in der Stadthalle referierte Götz Schartner aus Ludwigshafen am Rhein über die großen Gefahren für Unternehmen aus dem Internet. „Wir müssen die digitale Welt verstehen und nutzen und sollen keine Angst vor ihr haben“, war das Resümee von Schartner nach über einer Stunde in der Stadthalle.
Was der IT-Fachmann allerdings zuvor nicht immer leicht verständlich aber auf humorvolle Weise den Gästen präsentierte, war doch mehr als beunruhigend. Nach Aussage von Schartner liegt das Kernproblem oft daran, dass Programmhersteller nicht wissen, was sie im Detail tun. Programme werden von Menschen gemacht, die Fehler machen und somit Sicherheitslücken entstehen, die dann oft leicht und ohne große Umstände für Hacker zu knacken sind.
Dann kann es schon mal richtig teuer werden für die Unternehmen. Nach Schätzungen lag der Schaden durch „Cybercrime“ im Jahr 2008 bei 30 Milliarden Euro. Hinter der Wirtschaftskriminalität im großen Stil stecken aber kriminellen Strukturen und Länder, die sich gezielt an der Spionage von Produkten beteiligen.
Aber auch im persönlichen Bereich können leicht Daten und Mitteilungen ausspioniert werden. Er verdeutlichte dies anhand von alten Mobilfunktelefonen. Leicht könne man so SMS, Emails und andere Nachrichten einsehen. Dass dies auch neue Geräte betrifft, simulierte er durch einen Anruf mit einem Trojaner. „Findet man Sicherheitslücken, kann man sich ohne Probleme frei bedienen.
Nicht die Stärken sind entscheidend, sondern die Schwachstellen, die es in Firewalls und Routern gibt“, warnte Schartner. Nach seiner Ansicht ist auch eine Antivirensoftware wichtig, allerdings sollte sie nicht überbewertet werden.
Bereits zuvor sprach Klaus Maibaum über die Gefahren im eigenen Haus durch Onlineshops. Der 1.Vorsitzende des Wirtschaftsforums nannte hier die günstigen Angebote aus dem Internet, die es in einem Fachgeschäft mit geschultem Personal nicht so geben kann.
Bürgermeister Georg Riedl bekräftigte, dass es Pfarrkirchen im Vergleich zu anderen Kommunen relativ gut gehe, dies aber nur durch einen gezielten und wachsamen Umgang mit dem Geld erreicht wurde. Einen Wunsch hatte er dabei auch an den neuen Landrat Michael Fahmüller: „Nachdem wir immerhin elf Prozent der Kreisumlage aufbringen, erwarten wir schon, dass wir nicht das letzte Glied in der Kette des Landkreises bleiben.“
Die musikalische Umrahmung des Empfangs übernahm die Big Band Bad Birnbach.
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