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26.02.2012 Simbach am Inn

Autobahn A94

CSU-Ortsverband informiert sich über Autobahntrasse


Hochrangige Politiker aus dem Landkreis kamen zum Infogespräch der CSU nach Simbach.

Informationen über den Bau der wichtigen Verkehrstrasse A94 holten sich die Mitglieder des CSU-Ortsverbandes bei einem Informationsgespräch mit Staatssekretär Andreas Scheuer aus dem Bundesverkehrsministerium vor Ort in Simbach. Vor allem ging es um die mögliche Trassenführung durch Simbach. CSU-Ortsvorsitzender Paul Schwarz stellte klar, dass große Befürchtungen bestehen, Simbach werde ein Nadelöhr, wenn von allen Seiten die Autobahn auf die Stadt zulaufe.

 

Schwarz erläuterte die bisherige Entwicklung in Sachen Autobahnbau. Bis 2005 wurden dem Stadtrat zwei Vorzugstrassen vorgelegt, die beide einstimmig abgelehnt wurden, danach geschah erst einmal nichts. Durch die rot-grüne Regierung wurde der Bau aus dem vordringlichen Bedarf gestrichen. Nun stehe laut Schwarz eine erneute Bedarfsplanung an und man hoffe, dass die Region jetzt wieder mit dabei sein werde. „Es soll wieder nachgedacht und weiter geplant werden, da sich viel in der Region verändert hat“, erklärte der Ortsvorsitzende. Angesprochen wurde auch der große Ballungsraum, der zusammen mit Braunau durch die wegfallende Grenze entstanden ist.

 

„Die Grenze ist nicht mehr existent und wir haben hier einen Ballungsraum von rund 50.000 Menschen. Die Region und der ganze Landkreis brauchen einen Anschluss an das internationale Straßennetz und keine Transitautobahn durch Simbach“, stellte Schwarz fest und verwies auch auf die Staatsstraße 2112, die er als Lebensnerv des Landkreises bezeichnete.

 


Staatssekretär Andreas Scheuer machte zunächst beim Zeitpunkt der Fertigstellung der letzten großen Neubaumaßnahme im Autobahnbau in Bayern eine kleine Einschränkung, nachdem bereits in vielen Medien eine endgültige Fertigstellung der A94 für das Jahr 2018 propagiert wurde. „Es wurde immer gesagt, dass es unser Ziel ist, die A94 bis 2018 so fertigzubauen, außer dem neuralgischen Punkt Simbach, wo keine Planungsaktivitäten zu erkennen sind“, betonte Scheuer. Zudem verwies er nochmals auf den Wegfall des vordringlichen Bedarfs, da dadurch alle weiteren Maßnahmen in Simbach in die Kategorie „keine Planungsaktivitäten“ gefallen sind. Natürlich gehe es bei dem Bau auch um die Befindlichkeiten und Ziele der Menschen vor Ort, daher sei es wichtig, sich gegenseitig auszutauschen.

 

Derzeit laufen bereits die Vorkonzeptionen für den neuen Verkehrswegeplan, der ab 2015 dann gelten soll. Demnach sei man in Bayern bestrebt das letzte fehlende Teilstück der A94 in den Bedarf aufzunehmen, damit nicht wieder eine Halteposition erreicht wird und endlich die durchgehende Autobahn realisiert werden kann. Dass sich auf den Trassen etwas tut, erläuterte Scheuer anhand der zahlreichen Bauaktivitäten, die augenblicklich auf der Strecke zu sehen sind, dies werde auch in 2012 nicht anders sein.


Man solle nun die Zeit nutzen, um einen Planungsdialog mit Simbach bis zur Neuerscheinung des Bundesverkehrswegeplans zu erreichen. Dabei sollen Bedenken der Bürger abgefedert und auch Möglichkeiten in Bezug auf die Trasse vorgeschlagen werden. Laut Scheuer könne nur die Attraktivität der Autobahn gewährleistet werden, wenn man die Anbindung an die A3 und nach Österreich zügig bekommt. In Simbach müsse eine gemeinschaftliche Lösung gefunden werden, die realistisch und auch realisierbar ist.


Im Anschluss daran besichtigte man den möglichen Streckenverlauf in der Erlacher Au. Im Lokschuppen erfolgten später noch rege Diskussionen über die zukünftige Autobahntrasse durch Simbach.
 

Autor: Geiring