Wochenblatt
06.07.2012 Florida/USA

Fragwürdige Personalpolitik

Rettungsschwimmer rettet Badegast – und wird gefeuert


Ein 21-jähriger Rettungsschwimmer aus Florida hat seinen Job erledigt und einen Schwimmer vor dem Ertrinken gerettet – und wurde dafür gefeuert. Bei der Rettungsaktion verließ er nämlich seinen Zuständigkeitsbereich. Für seinen Arbeitgeber war das Anlass genug um den jungen Mann zu entlassen.

Es ist wohl schon etwas dran, wenn gesagt wird, dass es nicht einfach sei ein Held zu sein. Gerade für Rettungsschwimmer scheint das seit dem Ende von „Baywatch“ endgültig traurige Realität geworden zu sein. Das wurde jetzt wohl auch einem 21-jährigen Rettungsschwimmer aus Flordia bewusst. Um einem Schwimmer das Leben zu retten, verließ er für kurze Zeit seinen Zuständigkeitsbereich. Eigentlich eine edle Tat, der Schwimmer konnte gerettet werden. Doch die Quittung für den Helden in spe kam prompt. Nach der Rettung, folgte nämlich die Entlassung, wie die „Welt“ berichtet.

 

Der Rettungsschwimmer war sich durchaus darüber bewusst, dass er für die Rettung seinen Zuständigkeitsbereich verlassen musste. Doch als er sah, dass jemand seine Hilfe brauchte, konnte er nicht nein sagen, wie er gegenüber US-Medien berichtete. Doch der Arbeitgeber hält die Kündigung trotzdem für gerechtfertigt. Die Rettungsschwimmer würden die „Firmenregeln“ kennen, das Verlassen des Zuständigkeitsbereiches sei nun mal unzulässig.

 

Der junge Mann wird sich also um einen neuen Job bemühen müssen. Diese Rettungsaktion wird seine Bewerbung aber sicherlich ein wenig aufwerten.

Autor: Marius Volkmann

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