Wochenblatt
12.05.2013 Regensburg

Forensik

Ministerin Haderthauers Mann verkaufte Oldtimer-Modelle von einem Mörder

Ministerin Christine Haderthauer mit ihrem Mann Hubert in Regensburg
Foto: Isa Foltin
Hubert Haderthauer, Landgerichtsarzt in Ingolstadt und Ehemann der bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer, unterhielt private Geschäftsverbindungen mit bayerischen Bezirkskrankenhäusern. Haderthauer hatte als Arzt in der Forensik in Ansbach den wegen Mordes inhaftierten Bauschlosser Roland S. betreut.

S. konstruierte in einer Werkstatt des Bezirkskrankenhauses exklusive Miniaturmodelle von Oldtimern, nachdem Haderthauer mit S. dort die "Arbeitstherapie Modellbau" gegründet hatte. Die Modellfahrzeuge, die heute zum Teil für mehr als 30.000 Dollar bei internationalen Auktionen gehandelt werden, verkaufte der Arzt dann über seine Firma "Sapor Modelltechnik" an Sammler. Bei Versteigerungen wurde Haderthauer auch als Modellbauer der detailgetreuen und teuren Autos genannt. Roland S. wurde später in die forensische Abteilung des Bezirkskrankhauses Straubing verlegt und fertigte auch dort die Sammlerstücke für einen Monatslohn von rund 200 Euro. Der Bezirk Niederbayern bestätigte, dass Sapor die Autos der Klinik für jeweils 3000 bis 4000 Euro abkaufte und dass eine "sehr lange" Zusammenarbeit mit "Sapor Modelltechnik" und Haderthauer bestand. Haderthauer habe die Firma an einen Bekannten verkauft, als seine Frau 2008 Sozialministerin wurde und damit die Fachaufsicht über den Maßregelvollzug in Bayern bekam.

Autor: Spiegel Vorab

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