20.02.2012 Regensburg
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Ölpreis schuld?

Horror an der Zapfsäule: Benzinpreis klettert auf Rekordhoch

So entwickelte sich der Benzin- und der Dieselpreis im Bundesdurchschnitt
Foto: ADAC
Wer in den letzten Wochen regelmäßig sein Auto getankt hat, wird es wohl schon geahnt haben: Der Spritpreis ist mittlerweile auf ein rekordverdächtiges Niveau angestiegen. Nach dem Tanken herrscht dementsprechen oft gähnende Leere im Geldbeutel.

Entsprechend wütend verlassen viele Verbraucher nach dem Tanken die Zapfsäulen. Auch die nächste schlechte Nachricht folgt prompt: Es wird noch teurer! Experten rechnen nämlich damit, dass die Spritpreise weiter steigen werden. Autofahren wird damit mehr und mehr zum Luxus. Blöd nur, dass die meisten auf diese Art der Fortbwegung angewiesen sind.

 

Stolze 1,61 Euro zahlt man im bundesweiten Schnitt mittlerweile für einen Liter des E10- Kraftstoffs. Dieser ist zwar nach wie vor bei vielen Autofahren unbeliebt, die steigenden Benzinpreise könnten ihn aber nach schwierigem Start doch noch zum Kassenschlager machen. Denn das klassiche Superbenzin ist noch teurer. Bis zu 1,68 muss man momentan für den Kraftstoff blechen. Auch der Dieselpreis ist vor diesen Anstiegen nicht geschützt. Laut ADAC liegt der bundesweite Schnitt hier bei 1,50 Euro.


Und auch in Stadt und Landkreis Regensburg ist davor nicht gefeit. An einer Regensburger Tankstelle im Stadtnorden etwa zahlte man am Montag um 11 Uhr für einen Liter Super ganze 1,68 Euro. Laut dem Internetportal benzinpreis.de liegt die Region Regensburg also deutlich höher als der Bundesdurchschnitt.


Der Grund für die hohen Preise an den Zapfsäulen, da sind sich alle Experten einig, liegt im anhaltend hohen Ölpreis. Für einen Barrel, das sind 159 Liter, beträgt der Preis mittlerweile 120 Dollar. Hintergrund für diese Preissteigerung ist die momentane Angst vor einem Angriff Israels auf den Iran. Der Iran ist nach Saudi-Arabien der zweitgrößte Ölexporteur der Organisation erdölexportierender Länder, kurz OPEC. Die Angst, diesen wichtigen Öllieferanten zu verlieren, treibt den Preis in die Höhe.
Doch nicht nur diese Krise sorgt für den anhaltend hohen Ölpreis. Auch die nach wie vor hohe Anfrage aus Asien, sowie die weltweit geringen Lagerbestände bringen den Rohölpreis auf Rekordniveau. Schlechte Aussichten also für alle Autofahrer.


Laut ADAC gibt es allerdings wenigstens ein paar Tricks und Kniffe, um etwas Geld zu sparen. Die Goldene Regel dabei lautet: Augen offen halten! Autofahrer sollten vor dem Tanken möglichst viele Tankstellen vergleichen. Hat man eine günstige entdeckt – sofort zuschlagen! Selbst wenn der Tank noch halbvoll ist, sollte man dann nachtanken, rät der ADAC. Denn ist der Tank bereits leer, muss getankt werden und die Möglichkeit, sich den günstigsten Anbieter auszusuchen, fällt weg. So wird das Nachtanken dann wieder zu einer enorm kostspieligen Angelegenheit. Auch der Zeitraum, in dem getankt wird, kann entscheidend sein.


Nach Erkenntnissen des ADAC sind Sonntag und Montag die billigsten Tanktage. Teuer hingegen wird es zwischen Donnerstag und Samstag. Dieser preisliche Unterschied unter den Wochentagen scheint sich nun aber mehr und mehr abzuschwächen, da die Konzerne gemerkt haben, dass die Autofahrer diese Preisunterschiede für sich ausnutzen. Dem wird jetzt entgegengesteuert.


Für Vielfahrer und für all diejenigen, die auf ihre Autos angewiesen sind, brechen somit noch härtere Zeiten an. Wer die Möglichkeit hat, sollte also vielleicht doch auf das Fahrrad umsteigen oder Wege zu Fuß zurücklegen. Das tut nicht nur der Haushaltskasse, sondern auch der Figur gut. Denn mit nahezu der gleichen Gewissheit wie die nächste Benzinpreiserhöhung kommt auch der nächste Sommer und damit die Badesaison. Vielleicht ist zumindest das ein kleiner Trost für alle Leidtragenden.



Autor: Marius Volkmann
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