20.02.2012 Chicago/Illinois
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Demonstrieren will gelernt sein:

Hochschule in Chicago unterrichtet zur Occupy-Bewegung

Occupy
Foto: Jens Kemle/pixelio
32 Studenten sind in der Roosevelt University im US-amerikanischen Chicago, Illinois, in der Vorlesung „Occupy Everywhere“ – zu Deutsch: überall besetzen – eingeschrieben. Eine Lehrveranstaltung über die weltweite Occcupy-Wall-Street-Bewegung, die letztes Jahr im Sommer in New York ihren Anfang nahm.

Die Teilnehmer des Politkkurses erfahren mehr über die Entstehung der sozialen Bewegung sowie die Ursachen von sozialer Ungleichheit in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Zuge der Vorlesung sollen die Teilnehmer unter anderem die von der Bewegung herausgegebene Zeitung lesen sowie an Hauptversammlungen der Occupy-Chicago-Gruppe teilnehmen, welche nicht weit vom Campus der Roosevelt University in Chicago stattfindet. Leiter der Bewegung in Chicago werden möglicherweise sogar als Gastdozenten Vorlesungen halten, berichtet die offizielle Website der Hochschule.


„Professor Occupy“
Professor Jeff Edwards, Leiter des Kurses, ist spezialisiert auf soziale Bewegungen. Die Occupy-Bewegung habe sich vor den Augen der Studenten entfaltet und biete so eine tolle Möglichkeit, Wissen über politische Regungen zu vermitteln. Er sagt weiter, die Studenten beschäftigten sich im Rahmen des Seminars mit einer Vielzahl von Untersuchungen über die Gruppierung gegen die Habgier von Unternehmen und die Aufteilung von Vermögen. Von Anfang an sei er persönlich von der Gruppierung beeindruckt gewesen und hätte an Versammlungen teilgenommen. Mit dem Wachsen der Bewegung sei für Edwards zunehmend klar geworden, dass Occupy von Dauer sein würde, und so schlug er der Fakultät eine Politik-Lehrveranstaltung über die „Anti-Wall-Street-Bewegung“ zum Sommersemester vor.


„Ich halte es für eine hervorragende Idee. Die einzige Anmerkung, die ich Jeff Edwards gab, war, sicherzustellen, dass es eine Lehrveranstaltung ist, mit dem Sinn, die politische Bewegung zu verstehen. Occupy soll von allen Seiten genau unter die Lupe genommen werden, ohne für die Occupy-Bewegung zu werben“, so Paul Green, Leiter der Fakultät für Politikwissenchaft der Roosevelt University. Er selbst stehe hinter Occupy, aber es sei nicht sein Vorhaben, neue Anhänger an Land zu ziehen, sagt der Professor selbst, deshalb wolle er den Teilnehmern der Lehrveranstaltung ausführliches Wissen vermitteln, damit sie sich selbst eine – auf Sachkenntnisse gestützte – Meinung bilden könnten.

 

Auch in Regensburg gibt es Anhänger der Bewegung. Auf Facebook folgen rund 300 Nutzer der Seite. Es ist allerdings zu bezweifeln, dass es an der Universität Regensburg eine eigene Vorlesung dazu geben wird.



Autor: Christine Resch
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