19.02.2012 Deutschland
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Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel legt Umfrageergebnisse vor:

Gemeinsam gegen unseriösen Welpenhandel

unseriöser Welpenhandel
Foto: Tasso e. V.
Der billige Welpe von dubiosen Händlern erweist sich nach wie vor als Risiko. Denn rund die Hälfte der als "Schnäppchen" erworbenen Hunde ist so krank, dass der Tierarzt helfen muss. Dabei entstehen Kosten von bis zu einigen Tausend Euro. Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen Umfrage unter Hundebesitzern, vorgelegt von der Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel.

"Unsere Umfrage unter 336 Hundebesitzern zeigt eindeutig, dass immer noch dringender Handlungsbedarf gegen den unseriösen Welpenhandel besteht", so Philip McCreight von Tasso e. V., Europas führender Tierschutzorganisation im Bereich Rückvermittlung entlaufener Haustiere. Ein ganz besonderer Dorn im Auge der Experten seien die über das Internet angebotenen Welpen. "51 Prozent der Befragten haben Online-Anzeigen als Auslöser für den Hundekauf angegeben", so McCreight. Gekauft hätten die Befragten zu 40 Prozent bei mehr oder weniger seriös auftretenden Züchtern und zu 28 Prozent bei Welpenhändlern. Aus dem Tierschutz wären lediglich elf Prozent übernommen worden.

 

Aufklärung als einzige Chance

Udo Kopernik, Pressesprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH), sieht in der Aufklärung die einzige Chance, dem Treiben des unseriösen Welpenhandels Einhalt zu gebieten. "Jeder Markt wird von der Nachfrage gesteuert. So lange es Menschen gibt, die sich von einem vermeintlichen Sonderangebot blenden lassen, so lange wird es unseriöse Händler geben." Wie McCreight erklärt, will die Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel in den kommenden Monaten auf der Basis unwiderlegbarer Fakten verstärkt gegen den unseriösen Handel mit Welpen vorgehen. Dazu gehöre auch eine Doktorarbeit über den Zusammenhang von "Wühltischwelpen" und typischen Hundekrankheiten. "Wir sprechen aber nicht nur Tierfreunde an", so McCreight, "auch Volksvertreter und Meinungsbildner stehen auf unserer Agenda."

 

Gesetzliche Schritte gegen den unseriösen Welpenhandel

Petra Zipp, Vorstandsvorsitzende des Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), ergänzt: "Ein Hund ist kein Gebrauchsgegenstand, den man mal so nebenbei kauft und bei Nichtgefallen zurückgibt. Deshalb ist auch der Gesetzgeber gefordert, Maßnahmen zu Eindämmung des Welpenhandels einzuleiten." Dieser Meinung pflichten immerhin schon mehr als ein Viertel der Befragten bei: Sie fordern gesetzliche Schritte gegen den unseriösen Welpenhandel, sie sind für schärfere und bessere Kontrollen und plädieren für härtere Strafen.



Autor: pm / uh
Kommentare
Kommentare ansehen 20.02.2012 09:47 | von: meinsenfdazu
der "seriöse" Welpenhandel ist keinen Deut besser!
wie man beim HANDEL mit einem so hochsozialisierten Lebewesen wie dem HUND von "unseriös" sprechen kann, ist mir rätselhaft. Jeder im Handel erworbene Hundewelpe - ob auf dem Schwarzmarkt und bei einem profitgierigen Geschäftsmann - als "seriös" geltend ist per Gesetz zu unterbinden. In den letzten 10 Jahren weiß man um die Entwicklung und schweren Folgen aus gestörter Sozialisations- und Prägephase. So langsam kommt man auch dahinter, dass man ein solches Problem nicht mit "Landeshunde-Verordnungen" lösen kann. Der Handel mit Hundewelpen, abzielend auf Niedlichkeits- und Mitleidsfaktor ist für mich im höchsten Maße unseriös - ob im Kofferraum oder an der Ladenkasse. Der Welpe gehört ab der 8. Wochen von einem seriösen Züchter in seine Familie gegeben - ohne "Absahnstation". Sog. Vermehrer, die entgegen Kynologie und Genetik Hunde produzieren, sollten diese nicht noch bezahlt bekommen, sondern mit Strafgeld selbst belegt werden, damit diese unsinnige Vermehrung endlich aufhört! pfeilAntworten
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