Evakuierung von 2.500 Menschen:
Fliegerbombe in München - keine Personenschäden, aber erhebliche Sachschäden

Ein Sprengmeister konnte den Langzeitzünder am Montagabend nicht auf die geplante Weise entschärfen. Für weitere Tätigkeiten sind zusätzliche Spezialisten angefordert worden, die im Laufe des Dienstagg in München eintreffen. Der chemisch-mechanische Zünder, den die 250-Kilo-Bombe hat, soll nach Angaben der Polizei auch nach Jahrzehnten im Untergrund noch voll funktionsfähig sein.
Der Evakuierungsbereich um die Fundstelle der Bombe musste noch in der Nacht auf Dienstag erweitert werden, sodass nun rund 2.500 Bewohner betroffen sind. Viele von ihnen kamen im Bekanntenkreis unter. Für alle anderen stehen drei Schulen und eine Akademie als vorübergehender Aufenthaltsort zur Verfügung. Sämtliche Verkehrssperren und Einschränkungen im ÖPNV bleiben nach wie vor bestehen. Im Umkreis von einem Kilometer darf sich niemand mehr im Freien aufhalten, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
UPDATE 21.55 Uhr
Die Sprengung wurde für 21.45 Uhr angesetzt, doch bisher hat sich nichts getan, offenbar befinden sich immer noch Menschen in der Sperrzone, die diese erst verlassen müssen.
UPDATE 21.58 Uhr
Update 22.03 Uhr
Ohrenzeugen berichten auf Facebook von der Sprengung: "Zumindest hat man aus einigen Kilometern Entfernung eine Menge Staub aufsteigen sehen, und zu hören war es auch, hoffe, alles ist gut gegangen", schreibt Annika. Und Dominik schreibt: "Bevor man's gehört hat, hat man's gesehen, als würde entfernt was brennen und nach dem Wumms eine große wolke aufsteigen." Brigitta meldet: "Hier in Fürstenried hat man's auch noch gehört, wenn auch nur leise. Allerdings sind die Nachbarshunde durchgedreht."
Update 22.12 Uhr
Die Sprengung ist erfolgt, noch ist aber unklar, ob sie auch geglückt ist. Augenzeugen berichten bei Facebook von dichten, orangen Wolken, sie nehmen Brandgeruch war, auch Sirenen sind zu hören.
Update 22.14 Uhr
Nach Angaben des Münchner Merkurs brennen mehrere Dachstühle in der näheren Umgebung des Sprengortes.
Update 22.20 Uhr
Wochenblatt-Leser Merlin Bloch aus München meldet sich über Facebook: "Ich hab grad gechattet, dann gab's einen sehr lauten Knall, es stinkt, also wie Brandgeruch, und der Himmel ist irgendwie so gelb, orange, und man hört im Dauerzustand laute Sirenen! Und es brennt, glaube ich." Noch sei allerdings unklar, ob die Sprengung auch erfolgreich war. "Und es sind Rauchwolken am Himmel, die Anwohner sollen die Häuser nicht verlassen."
Update 22.33 Uhr
Nach Angaben unseres Wochenblatt-Lesers vor Ort hat sich der Rauch mit jetzt einsetzendem Regen verzogen, "und ein paar Anwohner gehen jetzt auf die Straße". Er bestätigt uns, dass vier Dachstühle in der Kaiserstraße brennen.
Update 22.42 Uhr
Oberbürgermeister Christian Ude ist an der Erlöserkirche eingetroffen, um sich ein Bild von der Situation zu machen.
Update 22.51 Uhr
Ab 22.18 Uhr wurde geprüft, ob alle Gasleitungen heil geblieben sind, ein Ergebnis liegt uns noch nicht vor.
Update 23.00 Uhr
Auch in der Feilitzschstraße gibt es Schäden: Unzählige Fensterscheiben sind während der Sprengung zu Bruch gegangen.
Update 23.05 Uhr
Noch unbestätigten Quellen zufolge soll die Integrierte Leitstelle Straubing Voralarm für die Rettungshundestaffeln mit ihren Trümmerhunden ausgelöst haben, diese suchen Verschüttete. Hier gibt es nur wenige Teams in Bayern, die solche Einsätze wahrnehmen können.
Update 23.09 Uhr
In München scheint so langsam den Anwohnern die Geduld abhanden zu kommen. An der Ecke Feilitzschstraße/Ursulastraße sollen rund 60 Personen stehen, die in ihre Wohnungen zurück wollen. Zwei Polizisten reden auf die Wartenden ein und bitten um Geduld.
Update 23.21 Uhr
Die Anwohner rund um den Sprengort müssen wohl noch warten, bis sie wieder in ihre Häuser zurück können. Die Beamten an den Absperrungen meinen, sie seien "open end gebucht", berichtet unser Leser aus München. Für eine Freigabe des Gebietes wollen sie keine Uhrzeit nennen.
Update 23.31 Uhr
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