12.12.2013 Regensburg-Burgweinting

Die Polizei ist meistens machtlos:

Wollte ein fieser Tierhasser die kleine Dasha vergiften?

Wollte ein fieser Tierhasser die kleine Dasha vergiften?
Foto: Ursula Hildebrand
Die kleine Dasha springt wieder lustig mit ihrem Hundefreund Tommi durch den Garten. Ende November allerdings sah es gar nicht gut aus für die kleine Hundedame. Dasha hatte einen Giftköder gefressen, das vermuten zumindest ihre Besitzerin und andere Hundefreunde aus Burgweinting.

In der Gertrud-Balmer-Straße in Burgweinting hat Dasha am 27. November gegen 13.30 Uhr das Gift gefressen, ihre Besitzerin hatte sie an der kurzen Leine geführt, doch offenbar war der Köder, der auf einer kleinen Grünfläche gelegen haben muss, zu verlockend. Als Dashas Besitzerin merkte, was da los war, war es schon zu spät. Nach 45 Minuten machte sich das Gift bemerkbar, der Hund musste erbrechen, das Zahnfleisch wurde blass – Anzeichen für eine Vergiftung. In der Tierklinik bestätigte sich der Verdacht, Gott sei Dank konnte rechtzeitig mit der Behandlung begonnen werden. Heute geht es Dasha wieder gut.

 

Die Hundebesitzer in Burgweinting sind entsetzt! Nicht nur ihre Tiere sind in Gefahr. Was, wenn ein Kind einen solchen vergifteten Köder erwischt? Und hier haben die Hundebesitzer dann so gar kein Verständnis für die Polizei. Die nämlich sieht es als äußerst schwierig an zu beweisen, dass es sich um einen Giftköder gehandelt hat. Nicht jedes Stückchen Wurst, das herumliegt, sei gleich ein Giftköder. Nicht jede Erkrankung eines Hundes sei auf eine Vergiftung zurückzuführen.

 

Wer eine Giftköder findet, sollte diesen zur Polizei bringen, wenn ein begründeter Anfangsverdacht bestehe, werde dieser Köder dann auch untersucht, so Alexander Sonnberger von der PI Regensburg-Süd, denn jeder, der einen präparierten Köder auslege, um einen Hund zu töten, begehe eine Straftat. Hundebesitzern kann er nur raten, die Tiere anzuleinen und genau darauf zu achten, ob und was sie fressen. Sonnberger bestätigt, dass immer mal wieder Anzeige wegen eines Giftköders erstattet werde. Eine Häufung allerdings kann er aktuell nicht erkennen, die Zahlen bewegten sich im normalen Bereich.

 

Die Burgweintinger Hundebesitzer indes sind gut vernetzt. Über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter haben sie die Hundebesitzer in der Region gewarnt, damit es anderen Hunden nicht so ergeht wie der kleinen Dasha.

Autor: Ursula Hildebrand

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